Volleyball

1. Herren nach Sieg weiter auf Kurs – Reserve mit starker Leistung trotz Niederlage

HSC-Volleyballer nach Sieg weiter auf Kurs – Verlorener Satz bereitet leichtes Kopfzerbrechen
TuS Meinerzhagen – Hammer SportClub 3:1(25:18, 18:25; 25:19, 25:20)
Volleyball Verbandsliga Herren

 

MEINERZHAGEN – Natürlich überwiegt bei den Verbandsliga-Volleyballern des Hammer SportClubs nach ihrem letztlich deutlichen 3:1- (25:18, 18:25; 25:19, 25:20)-Sieg in Meinerzhagen zunächst die Freude über den wichtigen nächsten Punkte-Dreierpack. Dennoch mischen sich in die Kommentare zum Auswärtssieg gegen den Aufsteiger aus der Landesliga auch einige besorgte Nuancen, da es dem heimischen Verbandsligisten im Augenblick unabhängig von der Spielstärke des Gegners schwerfällt, konstant durchzuspielen.

Wie in der Vorwoche gegen das Spitzenteam aus Dortmund war den HSC-Akteueren deutlich anzumerken, dass sie absolut konzentriert in die Begegnung gegen den Drittletzten gingen und sich offensichtlich einiges vorgenommen hatten. So fiel es den zwar tapfer kämpfenden Gastgebern schwer, selbst Akzente auf dem Spielfeld zu setzen. Die Hammer erwiesen sich in dieser Anfangsphase als das in allen Bereichen überlegene Team, das keine Probleme hatte, den ersten Spielabschnitt deutlich für sich zu verbuchen. Die folgenden Minuten sollten indes einen auch weit nach Spielende ratlosen Spielertrainer Carsten Pahlplatz zurücklassen. „Wir sind gleich zu Satzbeginn ohne Not fast kollabiert und haben sowohl in der Aufschlagsannahme als auch im Angriffsabschluss nichts mehr auf die Reihe bekommen“, beschreibt er schonungslos, dass seine Mannschaft völlig den Faden verloren hatte. „Ich habe so etwas gegen einen keinesfalls überragenden Gegner noch nie erlebt“, gibt er zu, zunächst keine Mittel gefunden zu haben, den 16:4-Lauf der Meinerzhagener wirkungsvoll zu unterbinden. So als habe irgendjemand den Stecker gezogen verharrte der Tabellenzweite für etliche Minuten in einer gewissen hilflosen Schockstarre. Allerdings spricht für die Mannschaft, dass sie sich angesichts der astronomischen Fehlerquote nicht in Selbstmitleid verlor, sondern sich mit aller Vehemenz gegen ein vollständiges Kippen des Spiels stemmte. Zwar konnte der Satzausgleich der Gastgeber nicht mehr verhindert werden, doch erzielte der HSC in der Satzendphase wieder mehr Punkte als der TuS Meinerzhagen.

Dennoch zeigten sich die Gastgeber keinesfalls von der Aufholjagd beeindruckt und erwiesen sich im weiteren Spielverlauf als stets gefährlicher Gegner. Bedingt durch die starken Abwehrleistungen auf beiden Seiten sollte sich ein ansehnliches Spiel entwickeln, bei dem der Tabellenzweite jedoch in den entscheidenden Phasen vor allem durch ein gutes Aufschlagspiel die entscheidenden Akzente setzen konnte. Mit dem Verwandeln des Matchballes galt die Aufmerksamkeit der Mannschaftsführung nur kurz dem Verbuchen der wichtigen drei Punkte. Vielmehr galt die Aufmerksamkeit gleich wieder der Trainingsvorbereitung auf das kommende Spiel gegen das nächste Kellerteam. Denn auch den Volleys aus Marl gelang es, dem bisher ungeschlagenen Tabellenführer aus Dresselndorf unerwartet einen Satz abzunehmen, so dass sich der Hammer SC garantiert intensiv auf die bevorstehende Aufgabe vorbereiten wird.

Bernardy, Breuer, Gossen, Haverkamp, Lange, Pahlplatz, Ritter, Rentzsch, Voigt

 

Die jungen Wilden überraschen selbst das Trainerteam – Starke Leistung trotz Niederlage gegen Tabellenzweiten
Werner SC – Hammer SportClub II 1:3 (25:23, 18:25, 18:25, 20:25)
Volleyball Bezirksliga Herren

 

BIGGE-OLSBERG – Überaus zufrieden und glücklich zeigte sich das HSC-Trainer-Duo Ralf Barth und Jan Gonsirowski trotz der 1:3-(25:23, 18:25, 18:25, 20:25) Niederlage im Nachbarschaftsduell gegen die Erstvertretung des Werner SC. „Wir sind unglaublich stolz auf die Leistung unserer Nachwuchsspieler, die heute erstmals ihre Ligatauglichkeit unter Beweis gestellt und Ihre Feuertaufe somit bestanden haben“, begeistern sich die beiden über die tolle Entwicklung der jungen Spieler.

Anders als in der Vorwoche waren diese im Spiel gegen den Aufstiegsaspiranten fast komplett auf sich allein gestellt, da nur die beiden Spielertrainer als erfahrene Unterstützer im Aufgebot standen. Hier sollte sich jedoch zeigen, dass das gesteigerte Selbstbewusstsein offensichtlich für einen enormen Auftrieb sorgt, sicherte sich die HSC-Reserve zum Erstaunen des Favoriten gleich den ersten Satz. „Leider haben wir uns dann in der Folgezeit in jedem Satz eine kleine Auszeit geleistet, die dafür gesorgt hat, dass Werne sich einen komfortablen Vorsprung erspielen konnte“, hadert Jan Gonsiroski fast damit, dass noch ein klein wenig mehr drin gewesen wäre. Dennoch ist er mit der tollen Leistung sehr zufrieden, zumal die Mannschaft zu keinem Zeitpunkt aufsteckte und so die Satzergebnisse durchaus respektabel gestalten konnte.

Barth, Dzutsov, Gonsirowski, Groth, Korthmann, Langenhorst, Lindemann, Nguyen, Rosenstein, Tola

 

Vorberichte:

Verbandsliga-Volleyballer erneut klarer Favorit – Parallelen zum Königsborn-Spiel sorgen für erhöhte Alarmbereitschaft 
TuS Meinerzhagen – Hammer SportClub
Volleyball Verbandsliga Herren

HAMM – An sich könnten die Verbandsligavolleyballer des Hammer SportClub 2008 nicht nur angesichts des souveränen Siegs im Verfolgerduell gegen Dortmund, sondern eben auch beim Blick auf die aktuelle Tabelle entspannt in die kommende Aufgabe gehen. So spielt man am Samstag um 17:00 Uhr beim TuS Meinerzhagen, der sich als Aufsteiger während der ersten fünf Spieltage ein wenig in der Verbandsliga akklimatisieren musste und derzeit als Tabellenachter weit entfernt von der Spielstärke der Tabellenspitze scheint.

Doch gerade eine solche Konstellation war dem HSC vor vier Wochen zum Verhängnis geworden, als man als nominell überlegener Favorit eigentlich nur sein Standard-Programm hätte abrufen müssen, um die vermeintlich leichte Aufgabe in Königsborn zu lösen. „Wir haben es durch unseren Sieg gegen Dortmund nunmehr wieder selbst in der Hand, den Tabellenführer aus Dresselndorf noch vor Weihnachten im direkten Duell abzufangen. Dazu gehört aber jetzt eben auch, dass wir die beiden Spiele gegen den Drittletzten bzw. Letzten in der Woche danach ernst nehmen“, weißt Spielertrainer Carsten Pahlplatz etwaige Spekulationen, dass sich seine Mannschaft zwangläufig gegen die eher schwächeren Teams der Liga schwer tut, weit von sich.

So wird der aktuelle Tabellenzweite am Samstag erst gar keinen Zweifel daran aufkommen lassen wollen, wer das Parkett als Sieger verlassen wird. Dabei spielt es absolut keine Rolle, dass die Sauerländer zum Saisonauftakt ausgerechnet gegen Königsborn den bisher einzigen Saisonsieg hatten einfahren können. „Wir müssen einfach von Beginn an dort weiter machen, wo wir gegen den TSC aufgehört hatten“, möchte Pahlplatz die gleiche Grundspannung seiner Mannschaft sehen, die sie im Spitzenspiel ausgezeichnet hatte. Darauf zu hoffen, dass die Gastgeber etwa durch viele Eigenfehler die Punkte quasi frei Haus liefern würden, dürfte sich zu einem gefährlichen Spiel entwickeln. „Sowohl im Spitzenspiel als auch in den Partien zuvor hat sich immer wieder gezeigt, dass wir dann in Schwierigkeiten kommen, wenn wir selbst keine Initiative ergreifen und unseren Streifen nur noch herunter spielen wollen“, hat der Hammer Coach des eigentliche Problem erkannt und wird entsprechende Akzente formulieren, die die Spannung im Hammer Spiel konsequent hoch halten sollte. So benötigte der HSC im Spitzenspiel nach den beiden überragenden Auftaktsätzen eben einen Moment, um sich auf die veränderte Dortmunder Spielanlage einzustellen. Letztlich half im Spitzenspiel, dass man sich eben wieder in die Partie hereinkämpfte und so den Widerstand der Kontrahenten brach.

Insgesamt kann natürlich helfen, dass der Kader gegenüber der Vorsaison einfach breiter besetzt ist, so dass eben auch durch Spielerwechsel neue Akzente gesetzt werden und sich die Bankspieler eben auch für weitere Aufgaben empfehlen wollen. Überdies wird sich die Mannschaft gegenseitig pushen und entsprechend heiß in die Partie im frostigen Sauerland gehen.

 

HSC-Reserve kehrt zur ureigenen Zielsetzung zurück – Trainerteam verspricht viele Spielanteile für Nachwuchskräfte
Werner SC – Hammer SportClub II
Volleyball Bezirksliga Herren

HAMM – Auch wenn angesichts der Tabellensituation der Vermutung nahe liegt, dass die Verbandsliga-Reserve erneut versucht ist, mit dem Werner SC das nächste Spitzenteam ins Wanken zu bringen, formuliert man auf Hammer Seiten die Zielsetzung des am Samstag in Bigge-Olsberg stattfindenden Nachbarschaftsduell völlig anders. „Wir werden gegen Werne vor allem unseren jungen Spielern viele Spielanteile geben und freuen uns natürlich, wenn dabei möglichst viel zählbares für uns heraus springt“, verrät Jan Gonsirowski, dass die Mannschaft gegen Werne durchaus mit veränderter Zielsetzung antreten wird. „Es hilft ja nichts, wenn die jungen Spieler nur zusehen“, verrät er weiter, dass sich die Abteilung „Jugend forscht“ von der Performance gegen Fröndenberg beeindruckt zeigt und heiß drauf ist, selbst mutiger zu Werke zu gehen.

So wird gegen Werne im wesentlichen das Trainerduo Ralf Barth und Jan Gonsirowski mit auf dem Spielfeld stehen und so das Grundgerüst einer deutlich verjüngten Formation bilden. Aber genau diesen Prozess will der HSC mit dem Einsatz der zweiten Mannschaft forcieren, so dass das damit erzielte absolute Ergebnis an diesem Wochenende absolut zweitrangig sein wird.

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