Volleyball

Lockerer Jahresauftakt für HSC-Volleyballer

Lokalrivale aus Lünen in allen Belangen unterlegen

Hammer SportClub – Lüner SV 3:0 (25:11 25:19 25:17)
Volleyball Verbandsliga Herren

Wenn die Hammer Volleyballfreunde am Sonntagabend zufrieden die Berger Franz-Voss-Halle verlassen haben, dann lag dies sicherlich einerseits daran, dass der heimische Hammer SportClub seinen Jahresauftakt mit einem deutlichen 3:0 (25:11 25:19 25:17)-Sieg erfolgreich gestalten konnte, sich andererseits aber auch viele Möglichkeiten ergaben, nette nach der langen Weihnachtsunterbrechung einfach nette Gespräche zu führen. Dass das Spiel wahrlich nicht geeignet war, die Zuschauer in den Bann zu ziehen, lag dabei keinesfalls an der Performance der Gastgaber sondern vielmehr an der Spielanlage der Gäste, die zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Chance hatten, den HSC zu gefährden.

„Im Grunde kann ich nach einem solchen Spiel umso mehr verstehen, dass die Mannschaft endlich wieder in die Oberliga will“, zeigt sich HSC-Abteilungsleiter Volker Pfadenhauer fast schon erschrocken, wie wenig die Gäste aus Lünen an diesem Tag zu leisten im Stande waren. „Man kann unserer Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen, aber solche Spiele sind natürlich auch für die Zuschauer fast uninteressant, weil einfach keine Spannungsmomente aufkommen“, kann er sich die lebhaften Plaudereien auf der Tribüne nur allzu gut erklären.

Auf dem Spielfeld taten die Männer der Verbandsliga-Mannschaft einiges, um die Erfolgsserie auszubauen. Binnen weniger Minuten wurde deutlich, dass der Lüner SV einfach in allen Spielbereichen unterlegen war. So konnte Zuspieler Carsten Pahlplatz seine Angreifer aus einer stabilen Annahme heraus nahezu nach Belieben einsetzen, zumal der Lokalrivale einfach keine Mittel fand, den Schnellangriff des Hammer SportClubs zu unterbinden. Offensichtlich lag hier die das größte Problem im Spiel des Sportvereins aus Lünen, da man selbst kaum Schnellangriffe initiierte und somit dem Hammer Block das Leben enorm leicht machte. Dieser bedankte sich mit zahlreichen direkten Blockpunkten, die den Gegner zusätzlich demoralisierten.

Die Überlegenheit des nur mit 11 Gegenpunkten eingefahrenen zweiten Satzes sollte sich dann im zweiten Spielabschnitt fortsetzen, ehe sich dann erste Unkonzentriertheiten ins Hammer Spiel schlichen. „Ich hatte Lünen deutlich stärker erwartet und kann verstehen, dass wir angesichts der dann doch schwachen Vorstellung irgendwann einen Gang zurückgeschaltet haben“, erklärt Carsten Pahlplatz, warum sein Team die zwischenzeitliche 18:7-Führung nicht weiter ausbaute, sondern einige unnötige Punktverluste hinnehmen musste. Allerderdings reichte es auch, zu Beginn des dritten Satzes einmal kurz anzuziehen, um jegliche Lüner Hoffnungen, etwas Zählbares mitzunehmen, zu zerstören. Dabei wechselte der HSC munter durch ohne dass sich an der grundsätzlichen Überlegenheit etwas änderte. „Wir freuen uns, dass wir den ersten Dreier so fix eingefahren haben, wissen aber, das wir bereits in der nächsten Woche sehr viel stärker gefordert sein werden, da Soest unserem direktem Konkurrenten am Samstag einen Punkt abgenommen hat“, weiß Carsten Pahlplatz, dass vor der Erfüllung des Aufstiegswunsches mit dem Beginn der Rückrunde noch viele Hürden zu überwinden sein werden.

Bernardy, Boelcke, Gerner, Gonsirowski, Gossen, Haverkamp, Henning, Lange, Pahlplatz, Rentzsch, Ritter

 

Vorbericht:

Wenn es nach den Verbandsliga-Volleyballern des Hammer SportClubs gegangen wäre, hätte die Weihnachtsunterbrechung ruhig deutlich kürzer ausfallen können. Die Euphorie nach dem triumphalen Sieg gegen die unmittelbare Konkurrenz aus Dresselndorf vor Weihnachten ist naturgemäß durch die dreiwöchige Trainingsunterbrechung ein wenig abgeflacht, so dass es vor dem ersten Spiel am Sonntagnachmittag um 17:00 Uhr gegen den Lüner SV zunächst einmal darum gehen wird, die nötige Betriebstemperatur zu erreichen. „Wir haben in den ersten Einheiten des neuen Jahres richtig Alarm gemacht“, beschreibt Jan Bernardy, dass man auch körperlich Zeichen setzten wollte. „Wir wollen einfach in die Oberliga das geht nun einmal nicht aus einem halben Winterschlaf heraus“, verspricht er weiter, dass seine Mannschaft vor heimischer Kulisse direkt ein Ausrufezeichen setzten möchte.

Insgesamt wird man auf Hammer Seiten wirklich gut beraten sein, sich keinesfalls von der Tabellensituation leiten zu lassen und den Lüner SV auf die leichte Schulter zu nehmen. So rangiert der Lokalrivale derzeit auf einem komfortablen sechsten Tabellenrang und hat vor dem letzten Hinrundenspieltag bereits einen komfortablen Sechs-Punkte-Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz. Abgesehen von dem Umstand, dass natürlich jedes Team gerne gegen den Spitzenreiter gewinnen würde, wäre der Lüner SV grundsätzlich schon zum Ende der Rückrunde fast alle Abstiegssorgen los.  Es ist also nicht davon auszugehen, dass die Gäste die Punkte kampflos in Hamm lassen, sondern eher völlig unbeschwert aufspielen werden. „Wir merken schon, dass die Mannschaften gegen uns wissen, dass sie nichts zu verlieren haben und im Zweifel eben auch volles Risiko gehen können“, beschreibt Spielertrainer Carsten Pahlplatz den Eindruck der meisten Begegnungen, bei denen der HSC jeweils erst den Widerstand der Gegner brechen musste, ehe man sich dann letztlich deutlich durchsetzen konnte.

Gleichfalls weiß man auf Hammer Seiten aber auch, dass man selbst genau diesen Druck braucht, um wirklich Topleistungen abzurufen. Wenn der HSC in den letzten Jahren in Gefahr geriet, Punkte abzugeben, dann eigentlich vor allem, wenn es gegen vermeintlich leichte Gegner ging. Andererseits ist aber eben auch klar, dass angesichts des dünnen Ein-Punkte-Vorsprungs auf den Verfolger aus Dresselndorf eben auch kein Spielraum besteht, wenn man weiterhin im Fernduell die Nase vorn haben möchte.

Der HSC wird deshalb gegen Lünen definitiv mit der stärksten Formation beginnen und so versuchen, den Nachbarn direkt den Schneid abzukaufen. Wie in der Vorsaison kann man sich dabei auf den starken Angriff verlassen, wobei zuletzt in den entscheidenden Phasen auch herausragende Leistungen in Block und Feldabwehr die Gegner resignieren ließen. Besonders Patrick Lange verdiente sich stets Bestnoten auf der Liberoposition und brachte die Gegner regelmäßig zur Verzweiflung, da er selbst beste Angriffe entschärfen konnte. Da alle Akteure ohne körperliche Blessuren aus dem Weihnachtsurlaub zurückkehrten, kann Zuspieler Carsten Pahlplatz aus dem Vollen schöpfen, wenn es um die Besetzung der Starting-Six gehen wird.

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