Handball

Damen mit wichtiger Sieg vor Spitzenspiel – Herren mit Lehrstunde

Teutonia Riemke II – Hammer SportClub 19:28 (10:13)
Handball Landesliga Damen

“Ohne fünf” war der – punktgleich mit der Ahlener SG die Tabelle anführende – Hammer SportClub nach Bochum gereist. Noch länger wurden die Mienen des großen Hammer Anhangs nach einer Viertelstunde: Bereits ihren dritten Treffer hatte die starke Rückraumspielerin Katharina Helm bei dieser erstmaligen Fünftoreführung (4:9) geworfen. Freuen konnte sie sich wohl nicht, da sie sich bei dieser Aktion eine Schulterverletzung zugezogen hatte und ausschied.

Die Gastgeber machten sich – die bei den Gästen notwendig gewordene Neuorientierung – zunutze. Sie pirschten sich bis kurz vor dem Halbzeitpfiff trotz einiger  Paraden von Marie Schauer zum 10:11 heran. Dann setzte sich die individuelle Dominanz der Gäste wieder durch. Ein spektakulärer Heber von Daniela Steimann aus spitzem Winkel und eine “Fackel” von Inga Böttcher sorgten für einen moderaten Abschluss der ersten 30 Minuten.

Danach waren vor allem die HSC-Außen Lena Böttcher und Carina Neumann nur schwer zu stoppen – oder nur auf Kosten eines Siebenmeters. Und vom Punkt bestätigte die auch aus dem Feld dreimal erfolgreiche Lana Künsken ihre variantenreiche 100-Prozent-Quote der letzten Spiele. Die Gäste hielten das Tempo hoch und kratzten nach Treffern von Maike Krampe und Maike Aderholz zum Schluss noch an der 10-Trefferdifferenz.

Am nächsten Wochenende ist spielfrei, und am 02.12. um 18:00 Uhr kommt es in der Franz-Voß-Sporthalle zum Topspiel um die alleinige Tabellenführung gegen die Ahlener SG.

 

Schauer- Lena Böttcher (8), Krampe (1), Neumann (5), Aderholz (1), Fandree, Steimann (1), Künsken (6/3), Inga Böttcher (3), Katharina Helm (3)

 

 

Soester TV 2 – Hammer SportClub 44:24 (18:14)
Handball Bezirksliga Herren

Eine bittere Niederlage hat sich die junge Truppe des HSC gegen den Favoriten Soester TV 2 am Sonntagabend in der Bördehalle abholen dürfen. Die erste Halbzeit verlief halbwegs in Ordnung und man konnte das Tempo mit dem Oberliga-Spielern gespickten Kader relativ gut mithalten.

In der 2. Halbzeit jedoch ging nach der 40. Minute die Puste für den Hammer SportClub aus. Man leistete sich viel zu frühe Abschlüsse und Soest musste kaum noch ein eigenes Aufbauspiel betreiben. Dadurch fing man sich dann einen Gegenstoß nach dem anderen und schraubte so das Ergebnis unnötig in die Höhe. Insgesamt geht der Sieg daher völlig verdient nach Soest, die einfach klar die bessere Mannschaft waren.

“Wir sind dieses Jahr in einem völligen Umbruch. Soest war klar Favorit und ist seiner Rolle auch gerecht geworden. Dass es natürlich so deutlich ausfällt, ist nicht schön, aber auch diese Erfahrung muss unsere Truppe machen. Jetzt heißt es sich nochmal aufzurappeln und sich auf die anderen Spiele zu konzentrieren.“ – so das allgemeine Fazit nach dem Spiel.

Pyttel/Linnemann, Kunze-Berduyarov, Ruether, Rhinow, Mähler (1), Aderholz (1), Haller (1), Lorenz (3), Deppenkemper (4), Künnecke (4), Johannpeter (9/1)

—-

Vorbericht:

Vier Spieltage vor Schluss der Hinserie bleibt der Zweikampf an der Landesliga Tabellenspitze zwischen der Ahlener SG und dem Hammer SportClub spannend. Beide sind erst mit einer Niederlage belastet. Gegeneinander spielen sie erst am 2. Dezember im Hammer Süden. Einige schon bisher enge Spiele lassen erahnen, was am Samstag, 15:20 Uhr in der Bochumer Heinrich-Böll-Sporthalle auf die Hammer zukommt. Der Traditionsverein Teutonia Riemke muss punkten, wenn er nicht den Anschluss ans untere Mittelfeld verlieren will. Um diese spezielle Schwierigkeit, von Bochum Zählbares mitzubringen, wissen natürlich auch die Hammer Gäste.

Personelle Probleme sind bei den Berger Damen auch auf dem Weg nach Bochum wie ein so oft in dieser Saison ein sicherer, aber eben extrem unerwünschter Begleiter. So hofft Coach Yogi Nickolay, dass Katharina Helms Blessuren aus dem Heimsieg gegen den TV Wanne einen Einsatz in Bochum zulassen. Aber im Rückraum wird es mit dem Einsatz der immer präsenter werdenden Kirsten Gerling nach ihrem Handbruch zeitlich einfach zu eng. Und Lisa Wothe kommt erst eine Woche später aus dem Urlaub zurück.

Der eingespielte Kader – mit nur einem externen Zugang – bleibt auch in Riemke sowohl in der Breite als auch in der Tiefe stark besetzt. Aber die Topscorer auf den Halbpositionen im Rückraum, Lana Künsken und Inga Böttcher, brauchen dringend Entlastung.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare