Sportakrobatik

„Es hat nicht sollen sein!“

„Es hat nicht sollen sein!“ Das war das Resümee der Sportakrobaten des Hammer SportClub 2008 e.V., die müde und letztendlich enttäuscht von der langen Reise aus Hoyerswerda wieder in Hamm eintrafen. Das große Ziel im Mehrkampffinale zu starten wurde leider nicht erreicht. Dabei begann das Wochenende durchaus positiv.

Am Freitagabend war die Reisegruppe an ihrem Ziel in Sachsen eingetroffen und schnupperte  in der wunderschönen und beeindruckend geschmückten Sportarena in Hoyerswerda direkt Wettkampfluft. Im Trio Jana Pannewig, Philippa Erdsiek und Luzi Pannewig (HSC/KSV Gütersloh) herrschte gute Stimmung und Vorfreude war deutlich zu spüren. Die Deutschen Meisterschaften der Damengruppen Junioren 2 startete am Samstag mit der Tempoübung. Beim Einturnen klappten die Elemente gut, alle Vorbereitungen liefen nach Plan. Trainerin Caro Heuschneider hatte nur hier und da Arbeit durch kleine Verbesserungen. Auf der Matte stellte sich dann bei der Gruppe allerdings etwas Nervosität ein, sie bewältigten ihre Übung ein wenig zittrig mit kleinen Unsicherheiten. Nicht ganz zufrieden erhielten sie eine Wertung von 23,860 Punkten. Nach kurzer Zeit und allen 13 Startern freuten sie sich über den 5. Platz in der Tempokonkurrenz in Deutschland. „Nach Einsetzen der Musik waren wir plötzlich doch nervös. Die eine oder andere Landung hätte besser sein können. Eine DM ist schon etwas Besonderes. Da müssen wir lernen mit umzugehen“, so Jana Pannewig.

Der Grundstein, das Finale der besten acht Formationen in Deutschland zu erreichen, war vorerst gelegt. Am Sonntag Morgen wurde der Wettkampf mit der Balance- Konkurrenz fortgesetzt. Wie am Vortag gingen die Sportlerinnen und die Trainerin die Vorbereitungen konzentriert an. Die Elemente klappten beim Einturnen, trotzdem war eine starke Anspannung zu spüren. Es fehlte ein wenig die Lockerheit. Dies zeigte sich dann leider als die Gruppe die Matte betrat. Direkt das erste Element konnte nicht gehalten werden. Auch ein zweiter Aufbau ging leider schief. Durch diesen Start verunsichert, konnten alle drei Elemente der Übung nicht korrekt aufgeführt werden und alle Träume zerplatzen in den wenigen Minuten auf der Wettkampfmatte. Am Ende stand ein letzter Platz in der Balanceübung. Die Enttäuschung war riesengroß, es mussten vielen Tränen getrocknet werden. Das Ziel, ins Finale zu kommen, unerreichbar. „Es war wie verhext. Beim Einturnen war dies nicht zu erwarten. Direkt vor der Übung hatten die Mädels das erste Element noch blitzsauber im Einturnbereich gezeigt. Direkt nach der Enttäuschung haben sie es sogar im Freien wieder hinbekommen. Nur als es drauf ankam, da ging nichts!“ resümierte Trainerin Caro Heuschneider enttäuscht. „Die Mädels haben in fünf Wochen noch einmal die Chance auf der DM Junioren 1 in Aachen ihr Können zu zeigen. Uns bleibt nur, es als Erfahrung mitzunehmen und Stärke daraus zu ziehen. Sie haben sich trotz einer komplett verkorksten Übung gut präsentiert und den Auftritt durchgezogen. Dafür gab es Lob von allen Seiten. Sie werden stärker zurückkommen.“

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare