Handball

HSC-Damen mit souveräner Leistung in Soest

HSC-Coach Yogi Nickolay hatte seine Damen vor den Gastgeberinnen aus Soest gewarnt und sah sich bis zur 8. Minute durchaus bestätigt. Bis dahin war es ein ausgeglichenes Spiel. Die Anzeigentafel zeigte ein 3:3 an. Aber es deutete sich bereits an, dass es heute schwer seien würde an Marie-Christin Schauer im Tor der HSC-Damen vorbei zu kommen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits einige Paraden zu verzeichnen und entschärfte auch bereits einen Siebenmeterwurf der Gastgeberinnen.
Davon gepusht wurde auch der Angriff mutiger und vor allem deutlich zielstrebiger. So wurde aus dem 3:3 ein 4:10 (19. Minute). Genug für die Gastgeberinnen, sie nahmen ihre Auszeit.
Doch die Mannschaft von Yogi Nickolay ließ sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen, warfen bis zur Pause noch drei weitere Tore und musste selbst nur zwei weitere Gegentreffer hinnehmen, da auch Vivien Thun einen Siebenmeter abwehrte. So ging es mit einem 6:13 in die Halbzeitpause.
In dieser warnte Nickolay seine Damen erneut, weiter aufmerksam zu bleiben.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen die Gastgeberinnen aus Soest motiviert aus der Kabine, nutzten die noch nicht ganz sattelfeste stehende HSC-Deckung ein ums andere Mal aus. Allerdings konnten die Damen des Hammer SC vorne weitere Treffer verbuchen, sodass die Leistung der Deckung kaschiert werden konnte (10:16, 38. Minute).
Danach stand die Deckung vor, der weiterhin gut aufgelegten, Marie-Christin Schauer aber wieder, sodass man 12 Minuten (!) ohne Gegentreffer blieb.
Und im Angriff zeigte man, dass jede Spielerin für Torgefahr sorgen kann. So wurde die Serie von neun Treffern in Folge von sechs unterschiedlichen Spielerinnen erzielt.
Anschließend ließen die Gäste aus dem Hammer Süden die Zügel etwas schleifen und Soest konnte noch etwas Ergebniskosmetik betreiben.
HSC-Coach Nickolay: „Ich bin sehr zufrieden mit der heutigen Leistung. Wir haben hinten sehr gut gestanden und vorne viele richtige Entscheidungen getroffen.“

HSC: Schauer, Thun; Gerling (1), Stake (2) Künsken (6/5), Kötters (3), Steimann, Neumann (4), Fandree, I. Böttcher (5/1),  Borgmann, Ringkamp (2), K. Helm (4).

 

 

——- Vorbericht ——-

 

Wenn das Spiel der Damen des Hammer SC am Samstag den 18.01.2020 um 19 Uhr angepfiffen wird, ist es für sie das letzte Spiel in der Sporthalle des Börde-Berufskolleg. Diese wird Anfang März abgerissen. Sollte es in der nächsten Saison wieder zu Duellen mit dem Soester TV kommen finden diese in der neuen Halle, wenige Meter von der aktuellen Heimspielstätte statt.
Aber zurück zum Sportlichen:
Wenn man auf die Ergebnisse der Gastgeberinnen aus der Börde schaut, muss man durchaus zweimal hinsehen. So gewinnen sie in Oespel, dem aktuell Tabellenvierten, mit einem Tor und verlieren dafür letzte Woche zu Hause, gegen den bis dahin Drittletzten ATV Dorstfeld.
HSC-Coach Nickolay: „Soest ist eine kleine Wundertüte. An einem guten Tag können sie jeden schlagen. Wir dürfen sie also auf keinen Fall unterschätzen. Wir müssen vorne unsere Chancen wieder besser nutzen. Schließlich stellt Soest mit 250 Gegentreffern die viertbeste Defensive.“
Allerdings haben die Gastgerberinnen die zweitschlechteste Offensive der Liga (226 Treffer, HSC: 266).
Nickolay: „Aus dem Hinspiel wissen wir, dass Soest nie aufgibt. Dort lagen sie zwischenzeitlich mit sechs Toren hinten und haben sich wieder auf zwei Treffer herangekämpft. Sie geben erst auf, wenn das Spiel vorbei ist. Wir müssen also 60 Minuten Vollgas geben und dagegen halten.“
Der Kader ist, wie in der Vorwoche, komplett.

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