Handball

Herren gewinnen in letzter Sekunde, Damen weiterhin ohne Punkteverlust

TV Beckum – Hammer SportClub 2008 34:35 (19:16)
Handball Herren Bezirksliga

Einen sehr teuer bezahlten Auswärtssieg erkämpften sich die Berger Handballer am Sonntagabend in Beckum, denn der junge und mit viel Potential ausgestattete Kilian Renzing musste bereits nach 7 Minuten nach einem rüden Foul mit einem doppelten Wadenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden, wo er noch am Abend operiert wurde. Dies bedeutet notgedrungen in der noch frühen Saisonphase bereits das vorzeitige Saisonaus für ihn. Mannschaft und Fans wünschen an dieser Stelle einen unkomplizierten Heilungsverlauf und eine schnelle Genesung!

 

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase mit einigen Führungswechseln auf beiden Seiten lag der HSC ab der 23. Minute bis fünf Minuten vor dem Ende kontinuierlich hinten – teilweise sogar mit bis zu vier Treffern. Doch eine gute Moral sorgte dafür, dass die Berger Handballer nicht aufgaben und bis zum Ende für den Sieg kämpften.

Letztendlich war es der erst 17-jährige Lars Haller, der im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Schlusspfiff den Siegtreffer von Rechtsaußen verwandelte und eine Minute zuvor auch schon erfolgreich traf. Er avanciert somit quasi zum Matchwinner dieser engen Partie. Aber auch die Führungsspieler Künnecke, Welink, Pyttel und vor allem Johannpeter erwischten mit zusammen 29 Treffern einen guten Tag und hielten ihre Mannschaft mit guten Aktionen im Spiel.

„Wir freuen uns über den tollen Kampfgeist und den “Last-Second-Sieg”. Mit dem Tor von Lars natürlich umso schöner, dass so ein junger Spieler das Spiel am Ende für uns entscheidet. Mit Kilian bricht uns eine ganz wichtige Säule für die Saison weg. In ihn hatten wir großes Vertrauen und er hätte noch eine große Rolle gespielt. Wir hoffen, dass er ganz schnell wieder auf die Beine kommt! Ansonsten war unsere Abwehr heute das Problem, denn 34 Gegentreffer sind natürlich deutlich zu viel. Hier müssen wir unseren Abwehrverbund noch besser koordinieren und Gegentore besser verhindern. Wir werden nicht in jedem Spiel 35 Tore machen können, insofern sollten wir in den kommenden Partien hinten besser dicht machen.“ – so das Fazit des Trainergespanns Mähler/Pfleiderer.

Rolfing, Jäsche, Rüther, Aderholz, Künnecke (4), Kunze-Berdiyarov (2), Lorenz (1), Haller (2), Renzing (1), Welink (6), Johannpeter (12/5), Mähler, Pyttel (7)

 

Vorbericht:
Nach dem verpatzten Saisonauftakt in heimischer Halle haben die Berger Handballer am Sonntag um 17:00 Uhr nun die Chance, beim TV Beckum zumindest einen ausgeglichenen Saisonstart hinzulegen.

Der kommende Gastgeber hat sein erstes Spiel ebenfalls verloren und sogar eine deutliche 34:14-Klatsche gegen Dellwig hinnehmen müssen. Der HSC sollte also gewarnt sein, da Beckum zu Hause sicherlich mit etwas Wut im Bauch in die Partie gehen wird.

Der HSC hingegen muss sich mit der neuen Mannschaft weiter finden und die jungen Spieler integrieren. Beim letzten Auftritt hat vor allem nach einem ordentlichen Start die Konstanz über 60 Minuten gefehlt. Daran möchte man schon am Sonntag arbeiten und einen besseren Auftritt hinlegen.

„Uns wurden klar die Grenzen aufgezeigt beim Spiel gegen Ennigerloh, denn 20 gute Minuten reichen in dieser Liga nicht aus. Wir müssen die Konzentration in der Abwehr und vorne im Abschluss hochhalten. Auch müssen wir deutlich mehr Tempogegenstöße erzwingen, die uns in den letzten Jahren so stark gemacht haben. Wir denken dennoch, dass wir in Beckum eine Chance haben werden, um mit 2 Punkten nach Hause zu fahren!“ – so die Einschätzung der beiden Trainer.

 

Hammer SportClub 2008 – TV Mengede 25:20 (14:11)
Damen Handball Landesliga

Mit zwei Auftaktsiegen ist dem Hammer SportClub ein Einstieg nach Maß in die neue Saison geglückt.

Eine Viertelstunde war in der gut gefüllten Franz-Voß-Sporthalle gespielt und der Aufsteiger aus dem Dortmunder Nordwesten, der am ersten Spieltag den Soester TV  deutlich mit 26:20 aus der Halle geschossen hatte, führte mit 6:5. Es sollte die letzte Gästeführung sein. Nach Lana Künsken kam auch die starke Kirsten Gerling (zusammen acht Treffer) im Rückraum auf die Platte. Das Spiel, welchem die schnellen Gäste bis dahin den Stempel aufgesetzt hatten, kippte. Die beiden HSC-Rückraumspielerinnen hatten neben Lena Böttcher erheblichen Anteil daran, dass die Dortmunder Vorstädter trotz zwei durch den HSC ausgelassener Siebenmeterchancen zum Halbzeitpfiff einem Dreitorerückstand nachlaufen mussten.

Aber es sollte für den Hammer Landesligisten noch besser kommen. Der HSC-Express nahm an Fahrt auf und nach einem halbzeitübergreifenden 7:1-Lauf hatte sich der HSC durch einen raffinierten Treffer von Carina Neumann in der 39. Minute erstmals deutlich mit sieben Toren (19:12) abgesetzt. Das war die Vorentscheidung, denn einer Aufholjagd stand u.a. das starke Hammer Torwartgespann Vivien Thun/ Marie Schauer im Wege. Nur einmal in der 51. Minute kamen die Gäste noch bis auf vier Tore heran (22:18). Danach zogen Inga Böttcher, Tabea Fandree und Daniela Steimann zum Endspurt an und machten in der Schlussphase durch ihre Treffer alles klar.

Am kommenden Samstag um 19:00 Uhr gehts für die HSC-Damen zum Nachbarschaftsderby nach Soest.

Schauer/Thun-Krampe (1), Inga Böttcher (2), Katharina Helm (2), Gerling(5), Wothe, Lena Böttcher (7), Künsken (3/1), Neumann (2), Aderholz, Stake, Fandree (1), Steimann (2)

 

Vorbericht:
Zwei stark in die Saison gestartete Clubs treffen am Sonntag ab 18:00 Uhr in der Franz-Voß-Sporthalle aufeinander. Der Gast, gerade in die Landesliga aufgestiegen. ließ dem höher eingeschätzten Soester TV beim 26:20 Start-Ziel Sieg keine Chance. Dabei ließen die Handballerinnen aus dem Dortmunder Norden von 14 zugesprochenen Siebenmetern noch die Hälfte aus. Aber diese Tagesschwäche kaschierten sie durch ihr schnelles Spiel, in dem jede der eingesetzten elf Spielerinnen am Torewerfen beteiligt war. Aber auch die Akteure aus dem Hammer Süden überzeugten und brachten vom Bochumer HC trotz einiger Dellen beim 26:24 beide Punkte mit.

HSC Coach Yogi Nickolay steht für diese vorhergesagt enge Heimspielpremiere fast derselbe Kader zur Verfügung wie in Bochum. Ausnahme: Regisseurin Marie Kötters ist privat verhindert. Dafür rückt Daniela Steimann wieder in den Kader, die in Bochum verletzt zuschauen musste und am Sonntag für einen kompletten 14’er Kader sorgen wird. Das kann Rückraumass Charlene Helm nach ihrem Kreuzbandriss noch nicht .Bei ihr hofft man nicht vor Beginn des nächsten Jahres auf einen Wiedereinsatz. Aber dieser Rückraum ist mit  Inga Böttcher, Lana Künsken, Lisa Wothe und Katharina Helm schon langjährig stark besetzt. Aktuell verstärken die Aufrücker Kirsten Gerling (aus der Bezirksliga Mannschaft) und Maike Aderholz (aus der Jugend) neben Neuzugang Theresa Stake den Hammer SportClub in seinem siebten Landesligajahr.

Trotzdem kann auch in diesem Spiel das Torhüterduell die entscheidende Rolle spielen. Und die füllten die Berger Schlussleute Vivien Thun und Marie Schauer in Bochum mehr als gut aus, als sie den Bochumern am ersten Spieltag gleich vier Siebenmeter wegfischten.

 

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