Volleyball

HSC-Volleyballerinnen gelingt Husarenstreich gegen Soest

HSC-Volleyballerinnen gelingt Husarenstreich gegen Soest

Volleyball-Bezirksliga:
Soester TV – Hammer SportClub 2008: 2:3 (24:26, 25:19, 14:25; 25:10; 14:16)

Bezirksliga-Damen überraschen mit Sieg gegen Tabellenzweiten

WERL – Auch Minuten nach dem Abpfiff hatten die konsternierten Soester Spielerinnen angesichts der noch immer wild feiernden Spielerinnen des Hammer SportClubs noch immer nicht realisiert, was dem Hammer Aufsteiger in seinem Spiel gegen den haushohen Favoriten gelungen war. Dieser hatte trotz des Fehlens von vier Stammkräften soeben das scheinbar Unmögliche vollbracht und die Partie mit 3:2-Sätzen (26:24, 19:25, 25:14, 10:25, 14:16) für sich entschieden.

„Noch mehr als über die beiden Punkte freue ich mich darüber, dass die Mannschaft an ihre minimale Chance geglaubt habt und genau auf dem Spielfeld abgeliefert hat, was wir zuvor abgesprochen haben“, beschreibt HSC-Coach Volker Pfadenhauer freudestrahlend den wichtigen Schritt, den die Mannschaft am Samstag vollzogen hat. Zwangläufig musste er das taktische Konzept in vielen Bereichen umbauen und darauf hoffen, dass jede Spielerin trotz der Umstellungen an ihrem oberen Leistungsbereich spielt und in jedem Fall in den offensiven Aktionen volles Risiko geht. Dass Soest an diesem Spieltag nicht nur das körperlich überlegene Team stellte, sondern die meisten Spielerinnen eben auch deutlich mehr Spielerfahrung aufweisen, wertet den Erfolg des HSC-Teams zusätzlich auf.

„Seit Saisonbeginn arbeiten wir daran, zu verinnerlichen, dass es nicht wichtig ist, alle Punkte zu machen, sondern eben die entscheiden“, benennt er den wesentlichen Unterschied in der psychischen Verfassung seiner Mannschaft. Nur so lässt sich erklären, warum die Mannschaft scheinbar unbeeindruckt vom Anfangsrückstand den ersten Satz drehen sowie den zum 2:2 führenden deutlich abgebeben vierten Satz schnell zu den Akten legen konnte. „Wir wussten einfach, dass wir Soest mit unseren Aufschlägen punktuell enorm unter Druck setzten konnten und haben uns auch vom an sich vorentscheidenden 1:5 im Entscheidungssatz nicht verunsichern lassen“, beschreibt er den spektakulären Spielverlauf. Obwohl er dieser enorm wichtige Sieg nur durch die kollektiv starke Leistung der gesamten Mannschaft erreicht werden konnten, gebührt der erst 14-jährigen Sina Allzeit, die sich die Hauptlast im Angriff tragend in einen wahren Rausch spielen konnte. „Sina hat sowohl mit ihren einbeinigen Schnellangriffen, ihren Hinterfeldangriffen und ihren Sprungaufschlägen fast eine 100prozentige Erfolgsquote gehabt und den erfahrenen Gegnerinnen ständig neue Rätsel aufgegeben. Sie hat somit natürlich einem maßgeblichen Anteil an unserem Sieg“, lobt der HSC-Coach seine mit Abstand jüngste Spielerin.

Für den HSC spielten: Allzeit, Hartfiel, Hesse, Jakob, Meyer, Schellok, Y. Schmidt, Wüste

 

 

Vorbericht:
Volleyball-Bezirksliga:
Soester TV – Hammer SportClub 2008

HAMM – Nach dem wichtigen Sieg gegen den unmittelbaren Konkurrenten aus Nuttlar haben die Volleyball-Damen des Hammer SportClubs die dreiwöchige Wettkampfunterbrechung nutzen können, um sich intensiv auf das Saisonfinale vorzubereiten. „Wir haben mit diesem Sieg gegen Nuttlar einen wichtigen Schritt getan, um der Relegation aus dem Wege zu gehen, auch wenn wir noch keinesfalls vollständig aus Allem raus sind“, zeigt sich HSC-Trainer Pfadenhauer mit dem Zwischenergebnis seiner Mannschaft durchaus zufrieden.

Allerdings wird es sein Team am Samstagnachmittag (16:30 Uhr in Werl) gegen den Tabellenzweiten aus Soest schwer haben, frühzeitig weitere Punkte einzufahren. „Wir gehören ganz sicher inzwischen zu den spielerisch stärkeren Mannschaften der Liga, so dass Soest durchaus Respekt vor uns haben wird“, sieht er die HSC-Damen grundsätzlich auch gegen den Aufstiegsaspiranten nicht chancenlos. Allerdings werden an diesem Spieltag mit Sophia Brodowski, Mara Berges, Christine Drees und Joana Klose gleich vier Spielerinnen, die noch gegen Nuttlar auf dem Feld standen, fehlen. Somit ist man auf Hammer Seiten gezwungen, das taktische Grundkonzept komplett zu ändern, wobei man bereits in der Vorwoche im Rahmen eines Trainingsspiels gegen den EVC Massen verschiedene Szenarien durchgespielt hat. „Vielleicht ist diese Ausgangslage gar nicht so verkehrt, da wir Grunde nichts zu verlieren haben“, sieht der HSC-Coach durchaus auch einen Vorteil darin, dass der HSC ohne großen Druck aufspielen kann.

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