Handball

Damen gelingt Remis in letzter Sekunde – Herren mit Auswärtssieg

TV Wattenscheid – Hammer SportClub 27:27 (14:11)
Handball Landesliga Damen

Ein gutklassiges und in der Schlussphase dramatisches Topspiel der Landesliga erlebten die auf beiden Seiten strapazierten Fans. Wattenscheid hatte in der letzten Saison nur ganz knapp den Verbandsliga-Aufstieg verpasst. So bleibt es vor dem letzten Spieltag der Hinrunde bei einem Fünfkampf an der Tabellenspitze. Ganz oben steht der Hammer SportClub mit einem Punkt Vorsprung vor der Ahlener SG und je einem weiteren Zähler vor Haltern, Bergkamen und Wattenscheid.

Die Hoffnungen auf Rückkehr wenigstens einer der zuletzt fehlenden Spielerinnen erfüllten sich nicht – im Gegenteil – Maike Krampe (Knie) musste zusätzlich pausieren.

Trotzdem stimmte der Auftakt HSC-Coach Nikolay optimistisch. Nach Treffern von Carina Neumann, Inga und Lena Böttcher führte die Wasserturm Sieben mit 10:7. Aber dann kamen sieben kritische Minuten, in denen die Gastgeber das Spiel drehten und ihrerseits mit 11:10 in Führung gingen. Doch Marie Schauer im HSC Kasten sorgte anschließend mit drei Paraden dafür, dass sich die Gastgeber bis zum Pausenpfiff (14:11) nicht noch weiter absetzen konnten.

Dann kam, durch das Mitwirkung der unberechenbaren Spielleitung, Hektik auf .Die Gäste mussten nach Wiederanpfiff fünf Zeitstrafen in Folge wegstecken. Das gelang nur teilweise. Sieben Minuten vor Schluss führte Wattenscheid mit fünf Toren Differenz (21:16). Aber der Spitzenreiter aus Hamm, mit einer überzeugenden Vivien Thun im Rücken, gab nicht auf.

Die elfmalige Topscorerin Lena Böttcher und Schwester Inga glichen nach einem 5:0 Lauf zum 26:26 aus. In Ballbesitz kamen die Gäste aber erst wieder, als die Bochumer 30 Sekunden vor Schluss erneut in Führung gegangen waren. Aber Inga Böttcher konnten die Wattenscheider in der vermeintlich letzten Aktion dieses Krimis nur auf Kosten eines finalen Freiwurfs stoppen. Lana Künsken warf den notwendig gewordenen direktenFreiwurf an der gegnerischen Abwehr vorbei in den Kasten. Sie ließ sich von der HSC Truppe entsprechend emotional für die Verteidigung der Spitzenposition feiern.

Am kommenden Sonntag kommt es um 18:00 Uhr im letzten Spiel des Jahres zu einem erneuten Spitzenspiel, wenn Verfolger TuRa Bergkamen in der Franz-Voss-Sporthalle zu Gast ist.

Thun/Schauer – Neumann (3), Stake (2),Künsken (4), Wothe (1), Steimann, Inga Böttcher (5/2), Lena Böttcher (11/6), Fandree, Katharina Helm (1)

HC TuRa Bergkamen – Hammer SportClub 28:33 (15:16)
Handball Bezirksliga Herren

Lange musste man einem knappen Rückstand hinterherlaufen, ehe man kurz vor der Halbzeitsirene dann das Spiel zu eigenen Gunsten drehen konnte. In der zweiten Halbzeit lief es dann deutlich besser, denn Bergkamen konnte nur noch einmal ausgleichen, ehe der HSC dann auf bis zu fünf Tore wegziehen konnte. Dieser Vorsprung sollte dann bis zum Ende halten und konnte nur kurzzeitig durch Bergkamen verkürzt werden.

Ein überragend gut aufgelegter Tobi Linnemann im Tor sorgte dafür, dass Bergkamen immer wieder scheiterte und avancierte somit zum Matchwinner auf HSC-Seiten. Aber auch der wieder genesene Tobi Welink sowie Colin Lorenz erwischten einen starken Tag und zogen das gesamte Team mit tollen Aktionen und Toren mit.

„Dieser Sieg heute war super wichtig und freut uns enorm, da wir auch in der Tabelle etwas Boden gut machen konnten. Wir haben jetzt einen komfortablen Abstand auf die unteren Plätze, allerdings geht nach oben auch nicht mehr viel. Dies war uns aber vor der Saison bewusst, da wir mit einer neu formierten und deutlich jüngeren Truppe an den Start gingen. Jetzt möchten wir im letzten Spiel im Jahr 2018 zu Hause noch eine ordentliche Leistung gegen Unna-Massen zeigen. Die Duelle gegen Massen haben schon Tradition, da sie immer sehr körperbetont und knapp gestaltet wurden in der Vergangenheit.“ – so das Fazit und der Ausblick auf das letzte Spiel vom Trainergespann.

Linnemann, Rolfing, Deppenkemper (4), Rüther, Aderholz (3), Kunze-Berdiyarov (1), Lorenz (5), Renzing, T. Welink (6/3), Johannpeter (6/1), Mähler (3), Pyttel (5)

Vorbericht:

Noch stehen zwei Spieltage in der Hinserie auf dem Programm. Doch schon zu diesem frühen Zeitpunkt kann man fast zweifellos prognostizieren, dass insgesamt nur noch fünf Clubs für die Meisterschaft in Frage kommen. Dazu gehören die beiden Kontrahenten, die sich am Samstag ab 18 Uhr in der Sporthalle Berliner Straße in Bochum gegenüberstehen.

Die Berger Handballerinnen haben sich erst am zurückliegenden Sonntag im spannenden Derby vor großer Zuschauerkulisse gegen die Ahlener SG (33:26) an die Spitze geworfen. Mindestens genauso überzeugend warb der TV Wattenscheid für sich, der erst mit dieser Saison der Landesliga Staffel drei zugeteilt wurde und mit einem 32:20 Kantersieg von der Mittelfeldmannschaft des Soester TV zurückkehrte. Wattenscheid liegt aktuell vier Punkte und drei Plätze hinter dem Tabellenführer Hammer SportClub. Die drei Topscorer des Gastgebers- Carolin Stallmann, Veronika Stallmann und Dina Pfitzenmaier- schossen den Soester Gastgeber am letzten Spieltag mit ihren 25 Toren fast im Alleingang aus der Börde Halle. Schwerstarbeit für das Hammer Torhütergespann Schauer/ Thun ist angesagt.

Personell wird sich am Kader der Südener Handballerinnen gegenüber dem Topspiel gegen Ahlen voraussichtlich nicht viel ändern. Rückraumspielerin Kirsten Gerling grübelt nach ihrem Handbruch noch über den quälend langen Heilungsprozess und fällt für dieses (Kalender-) Jahr wohl aus. “Nur” angeschlagene Spielerinnen wie Maike Aderholz und Katharina Helm hoffen dagegen, bei diesem für beide Mannschaft richtungweisendem schweren Spiel dabei zu sein, bevor eine Woche später im letzten Spiel der Hinserie mit dem HC TuRa Bergkamen II die nächste Spitzenmannschaft zu Gast im Hammer Süden ist.

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