Volleyball

Herren nutzen Vorlagen der Verfolger -Kantersieg der Damen kein Maßstab

Soester TV – Hammer SportClub 0:3 (17:25, 15:25, 23:25)
Volleyball Verbandsliga Herren

Ganz sicher noch euphorischer wären die Jubelszenen der Verbandsliga-Volleyballer nach dem unerwartet deutlichen 3:0 (25:17, 25:15, 25:23)-Sieg über den Soester TV ausgefallen, wenn die Spieler bereits beim Verwandeln des Matschballes gewusst hätten, dass nicht nur die Gastgeber als Tabellenvierter sondern auch der zweite und dritte der Liga nichts zählbares aus dem ersten Rückrundenspieltag hatten mitnehmen können.

Dabei hatten die heimischen Volleyballer zuvor genau das getan, was sie versprochen hatten um von den unerwarteten Niederlagen der Teams aus Dresselndorf und Dortmund tatsächlich profitieren zu können. So zeigte letztlich nur der letzte Spielabschnitt, dass Soest in dem erweiterten Spitzenspiel nur dann eine Chance gehabt hätte, wenn der HSC nicht absolut konsequent bei der Sache gewesen wäre. Dieser blieb vor allem in den Anfangsphase des Spiels trotz zunächst ausgeglichenem Spielverlaufs völlig ruhig und sollte so den Grundstein für den Sieg legen. „Soest hat in der Anfangsphase sehr gut aufgeschlagen während wir uns einige Fahrkarten erlaubt hatten“ erklärt HSC-Spielertrainer Carsten Pahlplatz, warum es zunächst so aussah, als könne Soest mithalten. „Wir haben ab Mitte des ersten Satzes dann auch hier unseren Rhythmus gefunden, so dass es dann sehr viel einfacher für uns wurde“, erklärt er weiter.

Auf dem Spielfeld bekam der Soester TV dann in der Tat wesentlich größere Probleme, da sich zu den Annahmefehlern eben auch zahlreiche direkte Blockpunkte des Hammer SportClub ergaben. So waren die folgenden Minuten hervorragend dazu geeignet, zu erklären, warum die Mannschaft derzeit die Liga dominiert. Soest fand einfach kaum ein Mittel, selbst zu Angriffspunkten zu kommen geschweige denn das Hammer Angriffsspiel wirkungsvoll zu unterbinden. „Es ist schon frappierend zu sehen, dass wir solche Spiele so deutlich für uns entscheiden. Im Grunde genommen muss die Mannschaft schon jetzt anfangen, sich im Training stärkere Gegner zu suchen, um sich selbst weiter zu entwickeln“, freut sich HSC-Abteilungsleiter über die Stabilität der Mannschaft und ermuntert das Team gleichfalls, sich härteren Auseinandersetzungen zu stellen.

Auf der anderen Seite bleibt die Situation in der Verbandsliga zunächst trotzdem knifflig, weil sich der HSC noch keinesfalls in Sicherheit wiegen kann. So bekam man eben auch im dritten Satz gegen Soest zu spüren, dass ein kurzes Nachlassen reicht, um einen an sich unterlegenen Gegner wieder aufkommen zu lassen und so eben doch Gefahr zu laufen, ins Straucheln zu geraten. Gegen die Bördestädter behielt man dann aber zumindest in der entscheidenden Phase einen kühlen Kopf und markierte am Satzende die entscheidenden Punkte, um den nächsten 3:0-Sieg einzufahren. Ganz sicher hat die Mannschaft somit nichts dagegen, dass bereits am kommenden Wochenende weitergeht und die nächsten vier Spieltage im Wochenrhythmus fortgeführt werden.

 

Für den HSC spielten: Bernardy, Boelcke, Gerner, Gossen, Haverkamp, Henning, Lange, Pahlplatz, Rentzsch

 

 

Kantersieg der Volleyballdamen kein Maßstab  – Damen des Soester TV erneut völlig unterlegen

Hammer SportClub  – Soester TV 3:0 (25:6, 25:11, 25:7)
Volleyball Bezirksliga Damen

Zyniker könnten behaupten, dass sich die Volleyballerinnen des Hammer SportClubs nach ihrem Spiel vor allem deshalb euphorische bei ihrem Publikum bedankt haben, um überhaupt ein wenig in Bewegung zu geraten. Doch auch abseits jeglicher Ironie war der Tabellenführer gegen ein hoffnungslos unterlegenes Soester Team beim 3:0 (25:6, 25:11, 25:7) zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefordert. „Wenn überhaupt hätte die Gefahr bestanden, dass die Mannschaft ein oder zwei Gänge rausnimmt und einfach nur noch mitspielt“, kann HSC-Trainer Pfadenhauer zumindest dem Umstand, dass die Mannschaft bis zum Spielende konsequent blieb, etwas Positives abgewinnen. „Bereits in der nächsten Woche werden wir gegen Massen deutlich mehr gefordert sein, als es deren vorletzter Tabellenplatz erwarten lässt“, warnt er seine Mannschaft davor, den leichten Auftaktsieg über zu bewerten. So stehen der Mannschaft als Tabellenführer jetzt fünf intensive Wochen bevor, in denen es darum gehen wird, die Angriffe der Verfolger abzuwehren und die Meisterschaft zum HSC zu holen.

 

Für den HSC spielten: Berges, Brodwoski, Hartfiel, Jakob, Klose, Koch, Schmidt, Weber, Wüste

 

Vorbericht:

Soester TV – Hammer SportClub
Volleyball Verbandsliga Herren

Auch oder gerade weil die Verbandsliga-Volleyballer des Hammer SportClub 2008 am vergangenen Wochenende Ihre Pflichtaufgabe gegen einen zumindest in Hamm schwach aufspielenden Lüner SV souverän gelöst hatte, beginnen für die heimischen Verbandsligisten mit dem Rückrundenauftakt am Samstagabend um 19:00 Uhr in Soest kräftezehrende Wochen. Dabei steht die Zielsetzung, den ersten Tabellenplatz nicht mehr herzugeben und so den ersehnten Oberligaaufstieg zu schaffen, unumstößlich fest. Angesichts des dünnen Zwei-Punkte-Vorsprungs vor den Verfolgern aus Dresselndorf steht der HSC somit in jeder Partie unter dem Druck, nicht ins Straucheln zu geraten.

„Wir müssen das vor allem im Kopf hinbekommen, dass die anderen Teams natürlich gegen uns nichts zu verlieren haben und deshalb besonders motiviert sein werden“, mahnt Spielertrainer Carsten Pahlplatz an, die Spiele nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Gerade der Soester TV wird dabei unter Umständen eine besondere Prüfung darstellen, auch wenn das Hinspiel mit 3:0-Sätzen deutlich an den HSC ging. Im September waren die Bördestädter nur ersatzgeschwächt nach Hamm gereist und konnten damals nur im ersten Durchgang mithalten, ehe der HSC seine Dominanz ausspielen konnte. Vorsichtig ist aber unter anderem deshalb angesagt, da Soest den Tabellenzweiten aus Dresselndorf am Samstag an den Rande einer Niederlage brachte und den Sieg erst in der Verlängerung des Tie-Breaks aus den Händen gab. Bereits hier zeigte die Mannschaft, dass nicht zuletzt aufgrund der beiden Neuzugänge, die zum Jahreswechsel zum Team gestoßen sind, die Leistungen der Hinrunde nicht repräsentativ für die wahre Spielstärke sind. „Gefährlich ist das Ganze vor allem deshalb, weil Soest wirklich nichts zu verlieren hat und stark genug ist, eine erhöhte Risikobereitschaft eben auch zu Punktgewinnen zu nutzen“, ist der Hammer Mannschaftsführung schon klar, dass man sich anders als gegen Lünen in der Vorwoche keine schwachen Momente leisten können wird.

Aber auch der HSC wird mit voller Besetzung nach Soest fahren und so im Spielverlauf aus dem Vollen schöpfen können. Dabei zeigte sich in der Vorwoche vor allem die Schnellangreifer in einer beeindruckenden Frühform, während der Außenangriff zeitweise etwas fahrig mit den sich bietenden Chancen umging. Allen gemein war allerdings eine starke Leistung im Blockspiel, so dass sich der Soester TV garantiert etwas einfallen lassen muss, um selbst zu Punkten zu kommen. „Wir haben in der Woche natürlich thematisiert, dass wir gegen Soest noch einen Zahn zulegen müssen und uns zu keinem Zeitpunkt zu sicher fühlen dürfen“, ist Carsten Pahlplatz zuversichtlich, dass seine Mitstreiter die Soester Herausforderung mit aller Vehemenz erwidern werden. Dabei ist ihm jedoch wichtig, dass bei aller körperlicher Einsatzbereitschaft ein kühler Kopf bewahrt wird, auch wenn es wie in der Hinserie der Vorsaison ein wenig hitziger in Soest zugehen sollte.

 

HSC-Volleyballerinnen starten als Spitzenreiter in Rückrunde

Hammer SportClub  – Soester TV
Volleyball Bezirksliga Damen

Wohl nur die kühnsten Optimisten hätten vor dem Beginn der zweiten Bezirksliga-Saison der Hammer Volleyballerinnen erwartet, dass der HSC am Sonntag um 14:30 Uhr zum Auftakt der Rückrunde als alleiniger Tabellenführer den Soester TV in der Franz-Voss-Halle empfangen wird. „Natürlich ist uns bewusst, dass wir uns in den zurückliegenden 18 Monaten deutlich stabilisiert haben und stärker geworden, aber der Sieg vor Weihnachten gegen Lüttringen war nicht unbedingt erwartet worden“, gibt HSC-Trainer Volker Pfadenhauer unumwunden zu, dass sein Team in der Partie gegen den Aufstiegsfavoriten über sich hinausgewachsen war. Am für den HSC spielfreien letzten Wochenende leistete sich der Favorit dann den nächsten Ausrutscher, und sorgte mit einer 2:3-Niederlage im Verfolgerduell dafür, dass die HSC-Damen mit vier Punkten Vorsprung in die Rückrunde starten. Hier wartet am Sonntag mit dem Soester TV ein vermeintlich leichter Gegner auf den HSC, da das Team bisher nur einen einzigen Satzgewinn verbuchen konnte. „Wir dürfen aber nicht erwarten, dass es genauso leicht wie zum Saisonauftakt wird“, warnt Zuspielerin Julia Hartfiel davor, über zu bewerten, dass Soest damals in drei Sätzen lediglich 20 eigene Punkte erzielen konnte. So wird sie alles daransetzen, ihre Mitspielerinnen mitzureißen und so von Beginn an klar zu stellen, dass man keinesfalls gewillt ist, Gastgeschenke zu verteilen. Nur mit dieser Einstellung wird es gelingen, den Neustart nach der erneut sechswöchigen Wettkampfunterbrechung erfolgreich zu gestalten und so den ersten wichtigen Schritt in Richtung Meisterschaft zu unternehmen.

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