Volleyball

Auch Königsborn beim HSC chancenlos – Reserve erst in der Verlängerung erfolgreich

Hammer SportClub – Königsborner SV 3:0 (25:12, 25:13, 25:23)
Volleyball Verbandsliga Herren

Wenn es noch eines Nachweises bedurft hätte, dass die Verbandsliga-Volleyballer des Hammer SportClub 2008 ihren Worten Taten folgend lassen, dann könnte der erneut deutliche 3:0 (25:12, 25:13, 25:23)-Sieg hervorragend dazu dienen. Vor heimischer Kulisse blieb auch der Königsborner SV, dem in der Hinrunde der Husarenstreich geglückt war, eine schwache Phase der Hammer zu einem dreifachen Punktgewinn zu nutzen, letztlich chancenlos, so dass der fünfte 3:0-Sieg in Folge eingefahren werden konnte.

„Wenn überhaupt dann haben allerdings etwaige Revanche-Gedanken nur eine untergeordnete Rolle gespielt“, betont HSC-Spielertrainer Carsten Pahlplatz, dass man Königborn auch ohne die Hinspielniederlage ernst genommen hatte. Ganz offensichtlich will die Mannschaft alles daransetzen, die Meisterschaft so früh wie möglich unter Dach und Fach zu bringen und es keinesfalls auf eine Entscheidung am vorletzten Spieltag im Spitzenspiel gegen Dresselndorf ankommen lassen zu wollen. „Im Grunde wirft die Tabelle gerade ein etwas verzerrtes Bild, da unsere beiden Verfolger ihre Partie erst im März austragen werden, nachdem die Partie ursprünglich für das zurückliegende Wochenende terminiert war. Insofern relativieren sich die acht bzw. zehn Punkte Vorsprung“, erklärt er weiter, dass die interne Interpretation viel strenger ausfällt. „Wir möchten bis zum Spitzenspiel ungeschlagen bleiben und den Aufstieg gegen Dresselndorf perfekt machen“, fasst er die Planungen seiner Mannschaft zusammen.

Wie ernst der HSC dieses Vorhaben nimmt, musste der Lokalrivale dann vor allem während der ersten beiden Sätze erfahren, in denen die Gastgeber erneut unter Beweis stellen konnten, warum sie gegen die meisten Verbandsliga-Gegner einfach haushoch überlegen sind. Bereits durch die krachenden Sprungaufschläge konnten viele direkte Punkte erzielt bzw. der gegnerische Angriffsaufbau derart gestört werden, dass die Kombination aus Block und Feldabwehr häufig unüberwindbar blieb. Und da der Hammer Angriff derzeit ohnehin kaum in den Griff zu bekommen ist, blieb Königsborn eben ohne wirkliche Chance, den HSC-Express zu stoppen. Auch der Umstand, dass man frei aus dem 12er-Kader auswählen und Robin Ritter selbst mit angebrochener Rippe das Trikot überstreifte, zeigt, dass der HSC mit jeder Faser den Aufstieg will. So misst Carsten Pahlplatz auch dem Umstand, dass im letzten Satz nicht mehr ganz so druckvoll aufgeschlagen wurde und Königsborn lange Zeit mithalten konnte, keine besondere Bedeutung zu. Vielmehr gilt seine gesamte Konzentration jetzt der kommenden Aufgabe beim Tabellendritten aus Dortmund, gegen den die Siegesserie Bestand haben soll.

Bernardy, Breuer, Gerner, Gossen, Gonsirowski, Haverkamp, Henning, Lange, Meyer, Pahlplatz, Rentzsch, Ritter

 

Werner SC II – Hammer SportClub II 2:3 (25:16, 27:29, 22:25, 25:23, 12:15)
Volleyball Bezirksliga Herren

Sichtlich abgekämpft zeigte sich Spielertrainer Jan Gonsirowski am Samstagnachmittag nach dem zweiten Rückrundensieg seiner Mannschaft, der gegen die Zweitvertretung des Werner SC mit 3:2 (16:25, 29:27, 25:22, 23:25, 15:12)-Sätzen sehr viel umkämpfter war, als es sich die Mannschaft vorgesellt hatte. „Im Grunde genommen sind solche Spiele viel wertvoller als die glatten Siege“, versucht Gonsirowski dem Umstand, dass die Partie aus seiner Sicht einen Tick spannender als nötig verlief, etwas Positives abzugewinnen. In der Tat hatte der Nachwuchskader augenscheinlich Probleme damit, erstmals ein eindeutiger Favorit in ein Spiel zu gehen und die vermeintliche Überlegenheit auch in tatsächliche Punkte umzuwandeln. Immer wieder musste er von seinem Plan, das Spiel von der Trainerbank zu steuern, abzurücken und selbst ins Spielgeschehen eingreifen. Mit vereinten Kräften gelang es dann phasenweise, das Spiel deutlich besser in den Griff zu bekommen und letztlich die entscheidenden Punkte zu markieren. Mit dem vierten gewonnen Spiel hat die Mannschaft ihr Saisonziel bereits erreicht und wird die verbleibenden Begegnungen weiterhin dazu nutzen, wichtige Erfahrungen für die kommende Spielzeit zu sammeln.

Dzudtsov, Gora, Gonsirowski, Groth, Kortmann, Lindemann, Langenhorst, Nguyen, Rosenstein, Tola

 

Vorbericht:

Wenn das Heimspiel des Hammer SportClub als inzwischen unangefochtener Spitzenreiter der Volleyball-Verbandsliga angesichts der vermeintlichen Überlegenheit der Gastgeber überhaupt eine Vorspannung erzeugen kann, dann liegt dies ganz sicher daran, dass die HSC-Männer noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen haben. So gastiert mit dem Königsborner SV am Samstagabend eben genau jenes Team in der Hammer Franz-Voß-Halle, dass dem jetzigen Spitzenreiter das Leben in der Hinrunde durch einen völlig überraschenden Sieg ungeheuer schwer machte.

Somit dürfte sich die heimischen Volleyballfreunden unter Umständen ein deutlich interessanteres Spiel bevorstehen, als es die Kombination des derzeitig sechsten Tabellenrangs der Gäste und die Empfehlung von vier deutlichen 3:0-Siegen der Hausherren vermuten lassen würde.

„Natürlich weiß jeder, worum es am Samstagabend geht und dass wir unter normalen Umständen locker gewinnen müssten“, formuliert Hamms Jan Bernardy die Ausgangsposition vor dem HSC-Heimspiel. „Aber genau so sind wir vor viert Monaten auch nach Unna gefahren, um uns dann eine blöde Niederlage abzuholen“, gesteht er ein, dass es nicht nur die Spielstärke der Kontrahenten war, die seine Mannschaft damals in Wanken brachte. Vielmehr war es damals nach den drei Auftaktsiegen schwierig, die nötige Spannung aufzubauen, um schnell auf den ersten Satzgewinn Königsborns zu reagieren.

Inzwischen weiß die Mannschaft, wie sie solche Spiele, in denen sie dem Gegner formell überlegen ist, angehen muss. Wie in den Vorwochen wird sich das Trainergespann wieder einzelne Spielelemente heraussuchen, um hier akribisch daran zu arbeiten, die Erfolgsquote zu erhöhen. „Es darf uns gerade gegen Königsborn nicht reichen, darauf zu bauen, die Punkte irgendwie zu erzielen. Vielmehr möchte ich, dass wir ganz klar jede Chance nutzen, indem wir unsere Eigenfehlerquote noch einmal senken“, verspricht Spielertrainer Carsten Pahlplatz einen von Beginn an vehementen Auftritt seiner Mannschaft. Ein besonderer Moment könnte sich ergeben, wenn mit Eike Meyer  einen Rückkehrer in den eigenen Reihen begrüßt werden kann, der dem Team aufgrund seiner Regionalliga-Erfahrung mit dem TV Hörde in der heißen Phase der Saison noch zusätzliche Stabilität verleihen kann. Die ersten Volleyballschritte hatte der Universalspieler vor rund 10 Jahren mit seiner Familie eben genau auf jenem Feld in der Franz-Voß-Halle in einer Freizeitgruppe bestritten, ehe er als Späteinsteiger den Sprung in den Leistungssport schaffte.

Dennoch wird gegen Königsborn das gesamte Team gefordert sein, da auch im Hinspiel nicht die potenzielle Spielstärke, sondern vielmehr körperliche die Anspannung über Sieg und Niederlage entschied – und genau hier werden die durchaus bestehenden freundschaftlichen Kontakte zum Volleyballnachbarn eine gute Stunde ruhen müssen. „Wir wollen einen schnellen und deutlichen Sieg. Dabei geht es weniger um die Revanche als vielmehr darum, dass wir die Meisterschaft möglichst früh unter Dach und Fach bringen wollen“, verspricht der Hammer Trainer, dass die Mannschaft trotz aller Emotionalität mit einem kühlen Kopf in die Partie gehen wird.

 

Werner SC II – Hammer SportClub II
Volleyball Bezirksliga Herren

Auch wenn für die Bezirksligavolleyballer des Hammer SportClub in ihrer ersten Ligasaison die Ergebnisse an sich zweitrangig sind, wollen die HSC-Spieler auch am Samstag unbedingt gewinnen. So steigt am Nachmittag in Lünen das vorerst letzte Spiel gegen jene Mannschaften, die wie der HSC in der Bezirksliga starten müssen, da dies inzwischen die unterste Spielklasse im Männerbereich ist. Dabei ergeht es der HSC-Reserve noch sehr gut, da immer wieder ehemalige Verbandsliga-Kader in der Bezirksliga helfen und den Nachwuchsspielern so auch in den Spielen gegen die stärkeren Teams der Liga den nötigen Rückhalt geben, so dass man auch hier phasenweise mehr als mithalten kann.

Da der Nachwuchs des Werner SC eben auf jenen Rückhalt verzichten muss, rangiert die Mannschaft mit nur einem gewonnen Punkt am Tabellenende, so dass der HSC jetzt nach dem Sieg gegen den Vorletzten aus Lünen deutlich die Führung der inoffiziellen Nachwuchstabelle verteidigen möchte auch oder gerade weil mit Jan Gonsirowski an diesem Wochenende nur ein routinierter Spieler mitwirken wird.

 

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