Handball

Damen mit Heimspielsieg gegen Wanne – Herren mit Unentschieden

Hammer SportClub – TV Wanne 30 :26 (18:16)
Landesliga Handball Damen

Ein Raunen und Staunen ging nach weniger als vier Minuten durch die gut gefüllte Franz-Voß-Sporthalle. Der Tabellenelfte aus Bochum war nach vier schnellen Angriffen auf 4:0 davongezogen. Erst dann warf Lana Künsken mit einem ihrer sechs verwandelten Siebenmetern das erste Tor für die leicht geschockten Hammer. Aber dann kam der Berger Express langsam auf Touren. Und in Minute 22 war ein nicht gerade hochgestecktes Zwischenziel erreicht. Linksaußen Carina Neumann, einer der Topscorer der Heimmannschaft, konnte mit einem ihrer insgesamt fünf Treffer zum ersten Mal in dieser umkämpften Partie (12:12) ausgleichen. Bis zum Halbzeitpfiff warfen Maike Krampe,Tabea Fandree und Theresa Stake noch einen kleinen Vorsprung (18:16) heraus. Da Neumann noch so nebenbei Wannes gefährlichste Werferin erfolgreich kurz nahm und nahezu ausschaltete, war die nach dem geglückten Auftakt anfängliche Euphorie bei den Bochumer Vorstädtern war zwar noch nicht weggeblasen,aber der Rückenwind wurde schwächer.

Personell schafften es die Berger Handballerinnen, immer noch viele Ausfälle (diesmal Lisa Wothe, Kirsten Gerling und “Schorle” Helm) wegzustecken. Maria Köetters(schwanger) hat den Saisonabschluss bereits hinter sich. Lena Böttcher war in Halbzeit eins noch einige Male an Wannes stark reagierender Schlussfrau gescheitert. Aber dann kam Lena Böttcher auf Touren und nahm mit ihren sechs Treffern (ausnahmslos in Halbzeit zwei) den Gästen den Nerv. Katharina Helm, Inga Böttcher und Maike Aderholz ergänzten sie wirkungsvoll beim Torewerfen und bereits zehn Minuten vor dem Abpfiff hatte die ” Wasserturmsieben” die Tabellenspitze(punktgleich mit der Ahlener SG) erfolgreich verteidigt.

Schauer/ Thun – Steimann ,Katharina Helm (3), Inga Böttcher (2), Neumann (5), Krampe (1), Aderholz (1), Lena Böttcher (6), Stake (2), Künsken (7/6), Fandree (2)

 

TuS “Jahn” Dellwig – Hammer SportClub 26:26 (11:12)
Bezirksliga Handball Herren

Obwohl es bei den Berger Handballern am vergangenen Sonntag nur zu einem Unentschieden gereicht hat, war dennoch eine Leistungssteigerung zur Partie davor zu erkennen, sodass das Trainergespann Mähler/Pfleiderer nicht gänzlich unzufrieden mit der Leistung war.

Gegen sehr körperlich agierende Gastgeber hat der HSC phasenweise stark in der Abwehr agiert und vorne auch lange und intelligent bis zur Chance gespielt. Den aktuellen Liga-Topscorer Maximilian Heinemann hat man dabei mit einer Manndeckung sehr gut in den Griff bekommen, sodass dieser am Ende nur einen Treffer erzielen konnte.  Aber auch Dellwig hatte ebenfalls die Taktik-Kiste dabei und hat im Gegenzug zwei HSC-Spieler sehr kurz gedeckt, sodass man sich gegen eine massive Abwehr dann über weite Strecken mit vier gegen vier behaupten musste.

Eine Drei-Tore-Führung vier Minuten vor Schluss konnte der HSC dann leider nicht über die Zeit bringen und Dellwig konnte ausgleichen. Ein letzter Versuch nach einem gut herausgespielten Angriff endete dann leider am Pfosten, sodass man nur einen Punkt aus Dellwig mitnehmen konnte. Mit 9 Treffern (8 aus dem Feld) erwischte Marcel Johannpeter einen starken Tag und ging allen voran.

“Mit Spielern wie Tobi Welink und Roman Deppenkemper haben wir eigentlich super Akteure für das Eins-gegen-Eins-Spiel. Beide konnten heute  aber leider nicht mitwirken, sodass wir dann wiederum immer wieder Probleme gegen die Körperlichkeit von Dellwig hatten. Vieles haben wir dennoch sehr gut gemacht, an einigen Stellen waren wir aber wieder zu unruhig. Da fehlt uns nach wie vor noch etwas die Cleverness. Mit dem Format von Dellwig müssen wir uns aber in dieser Saison messen, denn diese Art von Mannschaften stellt unsere direkte Konkurrenz. Am kommenden Wochenende treten wir in Soest an. Hier handelt es sich um ein anderes Kaliber und wir werden dort komplett ohne Druck hinfahren und auftreten.” – so die Einschätzung der beiden Trainer.

Pyttel, Rolfing, Rhinow (2), Rüther, Aderholz, Künnecke (4), Kunze-Berdiyarov (2), Lorenz (3), Haller (1), Johannpeter (9/1), Böse (3), Mähler (2)

 

Vorbericht:

Hammer SportClub – TV Wanne
Landesliga Handball Damen

Am Sonntag Abend ab 18:00 Uhr wird’s spannend in der Franz-Voß-Sporthalle. Dann ist Aufsteiger TV Wanne aus dem Herner Stadtteil zu Gast im Hammer Süden. Diese erwartete Spannung ist festzumachen am aktuellen Tabellenstand: der Hammer SportClub führt punktgleich zusammen mit der Ahlener SG (besseres Torverhältnis Ahlen) die Tabelle der Landesliga an. Zwei Punkte Vorsprung (jeweils 10:2) haben diese beiden Clubs vor den Verfolgern aus Bochum-Wattenscheid und Dortmund-Mengede. HSC-Coach Yogi Nickolay wünscht sich, dass die zu Hause verlustpunktlosen Berger Landesligisten diese günstige Ausgangsposition am Sonntag zumindest zementieren können. Aber dazu ist ein “Zweier” gegen die Herner Vorstädter erforderlich. Der Aufsteiger aus Wanne scheint sich nach einer schwachen Auftaktsphase inzwischen gefangen zu haben und stand am letzten Spieltag trotz einer knappen 23:26 Niederlage gegen den TV Soest kurz vor seinem ersten Sieg in der neuen Klasse.

Der Hammer Gastgeber musste zuletzt in Haltern bei seiner bisher einzigen Niederlage (21:24) fast eine komplette “Sieben” ersetzen. Leichtes Aufatmen beim Hammer SportClub daher vor dieser für beide Clubs richtungweisenden Partie. Die personelle Lage hat sich beim HSC jedenfalls ein bisschen entspannt. Zwei Topscorrer, nämlich Lena Böttcher auf der Linksaußenposition und Inga Böttcher im rechten Rückraum, kehren in den Kader ebenso zurück wie Torfrau Vivien Thun. Dafür muss man zweimal auf Lisa Wothe (Urlaub) verzichten, die zuletzt zusammen mit Lana Künken für zwei Drittel der HSC-Tore verantwortlich war. Und Hoffnungen, dass die wurfstarke Kirsten Gerling nach ihrem Handbruch schon wieder fit ist, kommen wohl zu früh.

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