Schach

Rückschlag für die erste Mannschaft

Nach vier Siegen in Folge wollten wir heute gerne unsere Spitzenposition in der Verbandsklasse 2 verteidigen. Und dass gerade gegen einen Essener Schach-Verein, der den Ausdruck Listiger Bauer im Namen trägt. Das hätte uns zu denken geben sollen! Immerhin traten wir fast in Nominal-besetzung an, lediglich Joachim Vierbuchen, unser langjähriger Stammspieler ersetzte Andreas Bölling.

 

Der Mannschaftskampf begann mit einem Donnerschlag. Unser zweites Brett Hubertus geriet in der Caro-Kann Vorstoss-Variante als Schwarzer bereits in der Eröffnung unter schweren Druck, als der Gegner seinen programmatischen Vorstoß umsetzte. Nach 16. Sxf7 war die Partie gelaufen. Von dort an dauerte das Spiel nur noch wenige Züge. 0:1

Nicht viel besser erging es Dalibor. Er spielte eine Art Benoni im Anzug und übersah dann leider eine Kombi in der sein Gegner zwei Leichtfiguren gegen den Turm bekam. Als dann auch noch eine Qualität verloren ging, war das Spiel vorbei. 0:2

Zu allem Unglück erwischte es heute auch noch Ralf. Dieser spielte selbst gegen die Benoni-Verteidigung. Alles war gut, bis der gegnerische Turm auf die zweite Reihe eindrang. Unser drittes Brett unterließ es, diesen Eindringling direkt wieder zu vertreiben, was sich nur wenig später rächen sollte. Figurenverlust war nicht mehr zu vermeiden und der Punkt damit futsch. 0:3

Damit hatten also drei unserer erfolgreichster Spieler in dieser Saison – keiner von ihnen hatte bislang verloren – nacheinander die Segel gestrichen. Ein recht unglücklicher Zufall!

Unser Mannschaftsführer begnügte sich gegen die geschlossene Variante im Sizilianer in ausgeglichener Stellung mit einem Remis. 0,5:3,5

Joachim hatte in einem Damenbauernspiel zwischenzeitlich 3 (in Worten „drei“) Bauern weniger, kämpfte sich dann aber auf einen Bauern wieder heran! Das entstehende Damenendspiel hielt er dann beinahe mühelos remis! Prima Kampfesleistung! 1:4

Meine eigene Partie begann gegen die Alt-Benoni-Verteidigung recht schwerfällig. Nachdem der anfängliche Königsangriff zunächst abgeflaut war, öffnete sich die Stellung auf der anderen Brettseite. Sinnigerweise drohte zunächst mein Gegner mit Mattangriff eine Figur zu opfern und nur drei Züge später ich. Zum Glück übersah er meine Drohung, so dass folgende Stellung entstand. Schwarz kann das Matt ohnehin nicht mehr verhindern aber nach 42…De7!? ließ er mir die Wahl, entweder mit der Dame oder mit dem Turm matt zu setzen. Den Punkt für Humor hat unser Schachfreund aus Essen auf jeden Fall gewonnen! 2:4

Unser Youngster Sebastian widerlegte die zweifelhafte Skandinavisch-Eröffnung seines Gegners glatt. Er hatte zwar nur einen Mehrbauern, stand aber so überlegen, dass der Schwarze entnervt das Handtuch warf. 3:4

Jetzt hing alles an Lars, der bislang alle Partien für sich entscheiden konnte! Auch diesmal stand er mit seinem Sizilianer erst gut, dann besser und schließlich klar auf Gewinn. Z.B. in dieser Stellung hätte 40…a3 oder meinetwegen Dc1 einfach und schlicht gewonnen. Leider konnte er den Sack nicht zumachen und am Ende hatte sich Weiß sein Dauerschach ermogelt. Schade! 3,5:4,5

Unsere erste Niederlage! Da wir aber noch gegen die beiden Führenden spielen, haben wir es selbst in der Hand, ob wir unsere Aufstiegschancen erhalten oder nicht! (es)

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