Sportakrobatik

Silber und Bronze für die HSC-Sportakrobaten

Der SAV Mainz-Laubenheim lud am vergangenen Wochenende zum 3-tägigen internationalen Gutenbergpokal ein. Die 20. Auflage lockte neben vielen Deutschen Formationen auch Athleten aus Belgien, den Niederlanden, Dänemark, der Schweiz, England, Italien und Bulgarien nach Mainz.

 

Die Sportakrobaten des Hammer SportClub 2008 e.V. nahmen mit drei Trios teil und stellten sich der internationalen Konkurrenz.

Den Auftakt machte die Gruppe mit Elea Kiene, Leonie Aßhoff und Nayla Ogar in der jüngsten Altersklasse der Age Group bis 16 Jahre. Direkt als erste Starter eines langen Wettkampftages präsentierten sie ihre Dynamikkür, trotz anspruchsvoller Wurfelemente und einer spritzigen Choreografie zu „Diamonds are the girl‘s best friend“ zeigten die Kampfrichter sich zurückhaltend und vergaben lediglich 22,750 Punkte. Somit sortierte sich das Trio was vereinsintern ElLeoNa getauft wurde am Ende des 1. Durchgangs von 14 Trios auf dem 9. Platz. Für den Finaleinzug ist jedoch ein Platz unter den besten acht erforderlich, dies konnte nun nur noch durch die Summe mit der Balancekür ausgeglichen werden. In der zweiten Übung überzeugte das Trio mit ihren statischen Elementen und erreichte mit 23,550 Punkte einen 6. Platz. Somit war der Einzug ins Finale gesichert und sie durften am Sonntag ein zweites Mal ihre Dynamikkür zeigen. Mit noch mehr Freude und Präzision überzeugten sie diesmal die Kampfrichter von sich und wurden mit 23,800 Punkten belohnt.

Dies bedeute am Ende des Durchgangs der acht Trios einen hervorragenden 4. Platz.

 

In der höchsten Altersklasse der Seniors bei dem das Obermädchen mindestens 13 Jahre alt sein muss schickte der HSC gleich zwei Trios auf die 12×12 m große Wettkampffläche. Hier kämpften insgesamt sechs Damengruppen um einen begehrten Platz auf dem Siegertreppchen. Im ersten Durchgang war die Dynamikübung gefordert.

Emily Czarnetzki turnt seit einem Jahr mit dem Geschwisterduo Anna und Leonie Schabram vom KSV 02 Gütersloh in einer Startgemeinschaft da es in Hamm keine passenden Partner gab. Aufgrund der erschwerten Trainingsbedingungen der nicht unerheblichen Distanz zwischen Gütersloh und Hamm, sowie beruflicher Einschränkungen der 19-25 jährigen Frauen kam es in den vergangenen Wochen zu Trainingsengpässen.

Doch davon unbeeindruckt präsentierten sie zum Auftakt ihre Dynamikkür fehlerfrei und ausdrucksstark, dies wurde mit 24,440 Punkten belohnt.

Anschließend startete die Gruppe mit Lucia Kiene, Ronja Hegener und Nele Greiß. Mit ihrer neuen Choreografie, einem mitreißenden Musikmix aus „Carneval de Paris“ und sauber ausgeführten Würfen erreichten sie 24,770 Punkte. Am Ende des Durchgangs standen beiden Formationen auf dem Siegertreppchen und erfreuten sich über die Silber- und Bronzemedaille.

Beim zweiten Durchgang war die Balancekür gefordert, Emily turnte mit ihrem Duo erneut fehlerfrei und charakteristisch mit viel Mitgefühl zu der instrumentalen Version von „Skyfall“.

Der Lohn waren 24,320 Punkte und eine weitere Bronzemedaille.

Hier unterlief Lucia, Ronja und Nele ein kleiner Patzer zum Ende einer sonst starken Kür. Das letzte Elemente der Handstand auf den aneinander gelehnten Handständen der Unterpartnerinnen konnte lediglich eine statt drei Sekunden fixiert werden. Mit 0,6 Strafpunkten und Abzügen in Technik und Artistik war die zweite Medaille futsch. Es blieben 23,760 Punkte und der 5. Platz.

Am Sonntag wurde im Finale die Kombiübung präsentiert, ein Mix aus der Balance- und Dynamik. Lucia, Ronja und Nele haben ihre gewohnte Leistungsstärke wieder gefunden und sicherten sich mit starken 25,040 Punkten erneut die Silbermedaille.

Hier unterlief dem Trio mit Emily ein folgenschwerer Fehler. Ein wichtiges Balanceelement konnte gar nicht fixiert werden und zog neben Zeitfehlern und Strafpunkten Verwirrung in der sonst sekundengenau getakteten Choreografie mit sich. Es blieben 18,650 Punkte und der 6. Platz.

Hier ging der 1. Platz unangefochten dreimal an Yana Vastavel, Lise die Meyst und Bo Hollebosch aus Belgien. Es scheint als würden sie mit ihren Elementen die physikalischen Gesetze außer Kraft setzen, die Kampfrichter werden durch atemberaubende, außergewöhnliche und perfektionierte Choreografien überzeugt. Das Nationaltrio knackte in zwei Übungen sogar die 29 Punkte Marke und brachte die Sporthalle mehrfach zum Toben.

 

Heimtrainern Carolin Heuschneider sowie NRW Landestrainerin Sabine Winkel aus Gütersloh zeigten sich mit dem Abschneiden ihrer Schützlinge mehr als zufrieden. Mit einem 4. Platz in der Age Group sowie 2x Silber und 2x Bronze bei den Seniors ist uns ein toller Erfolg gelungen.

 

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