Bogensport

Summer Tournament 2018 – Höhepunkt des Jahres ein voller Erfolg

War die Aufbauphase durch die enorme Hitze geprägt, kam am Samstag zu Beginn des Turniers die Angst vor den angekündigten Gewittern hinzu. Aber der Wettergott hatte sein Einsehen und so konnten die Qualifikationsrunden ohne Probleme durchgeführt werden. Am Sonntag gab es für die Bogenschützen des Summer Tournament die passenden Randbedingungen. Alle Schützen freuten sich auf so einer großzügigen Schießanlage ihr Können zeigen zu dürfen. Was die Bogensportabteilung, und insbesondere der Leistungskader, an technischen Highlights aufgebaut hatten um die fehlerfreie Organisation eines derartigen Turniers durchführen zu können, zollte den Teilnehmern aus ganz Deutschland Respekt ab. Schade nur, dass die Teilnehmerzahl nicht den Erwartungen entsprach. Die anwesenden Schützinnen und Schützen machten für das kommende Jahr Hoffnungen, dass durch die diesjährigen gemachten Erfahrungen und die entsprechenden Werbung bei den Vereinen, ein hochkarätiges Turnier in Deutschland entstehen kann.

Die Spitzenschützen wurden den Erwartungen gerecht. Zuerst gingen die Compound Schützen an die Schiesslinie. Kristina Heigenhauser vom Team Marstall, die Weltmeisterin von 2013 und amtierende Deutsche Meisterin in der Halle, gewann deutlich mit 682 Ringen die Qualifikationsrunde und konnte sich in der Finalrunde gegen Tanja Nordmeyer-Kühne von der Hamburger Bogenschützen Gilde durchsetzen. Durch ein Fehlschuss Heigenhausers fiel das Ergebnis jedoch erdenklich knapp aus. Im Bronzefinale setzte sich Karina Granitza, Europameisterin bei den Behinderten in der Einzel- und Mannschaftskonkurrenz, aus Soest gegen Anja Bürmann von der SG Tuttlingen durch und bestätigte somit ihr Ergebnis aus der Qualifikationsrunde. Sabrina Dübel, einzige Schützin der Bogensportabteilung des Hammer SportClub 2008 e.V., konnte sich leider nicht für das Finalschießen qualifizieren. Sie gewann aber in der Second Chance Runde den ersten Platz vor Kony Achinger aus Soest und Heike Hablick aus Halle, die den dritten Platz einnahm.

In der Herrenkonkurrenz machte es Marcel Trachse (Deutscher Vizemeister 2017) seiner Teamkollegin Heigenhauser nach und gewann das Goldfinale nach einer überzeugenden Qualifikationsrunde mit 695 Ringen. Zweiter wurde Sebastian Hamdorf, ebenfalls vom Team Mastall, mit nur 2 Ringen Rückstand in der Finalrunde. Im kleinen Finale standen sich Robert Hesse mit 672 Ringen aus der Qualifikationsrunde und Thorsten Kloß mit 673 Ringen, beiden vom HSC 08, gegenüber. Sie schossen die gleiche Ringzahl, sodass ein Stechen notwendig wurde. Dieses konnte Robert Hesse für sich entscheiden und verwies damit Thorsten Kloß auf den vierten Platz.

In der Secend Chance Runde stand mit Andreas Bergmeier ein weiterer Vertreter des Hammer SportClub 2008 e.V. an der Schießlinie. Er musste sich lediglich Stefan Heinickel vom BRO-Staff Archery geschlagen geben, der den ersten Platz erreichte. Auf den Dritten Platz kam Andreas Kolb von Hall of Shame Gersfeld. Der unglückliche 4. Platz ging an Andre Büttemeiser von der SG Halle.

Die Recurve-Konkurrenz verlief genauso spannend.  Bei den Damen gewann Jaqueline Hansen (Deutsche Meisterin in der Halle) von Lifes Products mit 583 nicht nur die Qualifikationsrunde, sondern setzte sich auch klar gegen Verena Schmidt vom RSV Detmold-Klüt durch. Den dritten Platz sicherte sich Britta Nordmeyer von der Hamburger Bogenschützen Gilde deutlich vor Claudia Büker vom SV 1883 Höxter. Auch in dieser Konkurrenz wurde die Second Chance ausgeschossen. Ute Rössig-Sandführ vom TSV Schwarzenbrock konnte sich deutlich mit 109 Ringen vor Nicole Bock vom TSV Holsteinische Schweiz mit 102 Ringen absetzen, die damit auf den zweiten Rang kam. Anja Hyzyk vom SV 1883 Höxter erreichte mit 71 Ringen den dritten Platz und überließ Andrea Cross von den Warendorfern Bogenschützen mit 70 Ringen den 4. Rang.

Christoph Breitbach (3. Der Deutschen Meisterschaft 2016) vom BSC BB Berlin gewann ungefährdet mit 632 Ringen die Qualifikationsrunde und musste im Goldfinale gegen Vincent Olschewski von Archers World antreten. War der erste Satz noch ausgeglichen und ging der zweite Satz noch verloren, setzte sich Breitbach in den weiteren Sätzen souverän durch. Im vorletzten Satz mit 30 Ringen schoss er dann den Höhepunkt dieses Finales. Er gewann mit 7:3 Punkten. Im Bronzefinale standen sich Rene Lettau von Archers World und Rolf Meier-Wellenbrock gegenüber. Auch hier wurde es ein knappes Ergebnis, dass letztendlich Rene Lettau mit 6:4 Punkten für sich entscheiden konnte. Damit musste sich Rolf Meier-Wellenbroch mit dem 4. Platz begnügen. Die Second Chance Runde konnte Burkhard Gauding von Archers World für sich entscheiden. Er gewann mit 5 Ringen Unterschied vor Olaf Merz vom KKB Köln. Den dritten Platz erkämpfte sich Heinrich Güsen vom TV Blomberg mit gleicher Ringzahl vor Thomas Breitbach vom BSC Vorgebirge.

Insbesondere die Finalschießen waren für die Zuschauer gut zu verfolgen. Ergebnisse wurden ständig von Lars-Derek Hoffmann, dem Hauptorganisator und Sprecher des Turniers, angesagt und auf Bildschirmen dargestellt. Die Zuschauer waren dankbar für die Erklärungen zum Ablauf des Turniers und dessen Besonderheiten. Die HSC-ogensportabteilung hat damit neben den Bezirksmeisterschaften und Landesmeisterschaften ein qualitativ hochwertiges Turnier auf die Beine stellen können und wartet auf weitere Herausforderungen in den kommenden Jahren. Nach dem Turnier ist die Schießanlage aber nicht verwaist. Bereits am Sonntag während des Turniers reiste für eine Woche eine 30köpfige Trainingstruppe des DBSV an, um bei Jugendlichen im Alter bis 16 Jahre die Schießtechnik zu verfeinern. Eine Woche vor dem Turnier hatte schon ein Wochentrainingslager des HSC-Leistungskaders mit der Wettkampgruppe des Jugendbereiches stattgefunden.

 

Gonsirowski

 

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