Volleyball

TSV Eintracht Dortmund – HSC08: 1:3 (14:25; 14:25; 25:20; 17:25)

TSV Eintracht Dortmund – HSC08: 1:3 (14:25; 14:25; 25:20; 17:25)

Volleyball-Verbandsliga
HSC-Volleyballer weiter auf Kurs

Dortmund –  Vollends zufrieden zeigten sich die Verbandsliga-Männer des Hammer SportClubs nach ihrer Partie bei der Dortmunder Eintracht, die sie souverän mit 3:1-Sätzen (14:25; 14:25; 25:20; 17:25) und somit drei Punkten auf der Habenseite verbuchen konnten. „Eigentlich haben wir uns zunächst verboten, auf die Ergebnisse der anderen beiden Topteams zu schauen, aber auch hier sieht es danach aus, als könnte unsere Saison noch in die Verlängerung gehen“, gibt HSC-Spielertrainer Jan Bernardy zu, dass der überraschende Punktverlust des bisherigen Tabellenzweiten aus Holsterhausen die Hoffnung nährt, dass der HSC doch noch die Aufstiegsrelegation erreichen kann. Da Holster­hausen somit dennoch an die Tabellenspitze setzen konnte, werden die an diesem Wochenende spielfreien Bergischen Volleys aus Solingen in der nächste Woche alles daran setzen, um das Gipfeltreffen mit Holsterhausen siegreich zu gestalten und somit für eine Vorentscheidung im Titelrennen zu sorgen, gleichfalls damit aber den heimischen Volleyballern die Chance zu bieten, mit einem Sieg gegen Holsterhausen auf den zweiten Tabellenrang zu springen.

Doch gerade die Partie in Dortmund zeigt, dass die Hammer Volleyballer gut beraten sind, wenn sie zunächst von Spiel zu Spiel denken und absolut fokussiert in ihre jeweiligen Begegnungen zu gehen. „Natürlich ist es nicht so einfach, nach einem Highlight wie unserem Sieg gegen den Tabellenführer auch gegen einen nicht ganz so starken Gegner die nötige Spannung aufzubauen“, beschreibt Zuspieler Carsten Pahlplatz die Stimmung der Mannschaft vor dem Spiel. Dennoch scheint er die richtigen Worte gefunden zu haben, um sein Team auf die vermeintlich leichtere Aufgabe gegen die Ruhrgebietsmannschaft einzustellen, knüpfte diese doch nahtlos an die Gala-Vorstellung der Vorwoche an und ließ während der ersten beiden Sätze keine Zweifel daran aufkommen, dass man unbedingt die drei Punkte aus Dortmund entführen wollte.

Vor allem im Block zeigte sich der HSC ähnlich gut organisiert wie zuletzt, so dass es den Gastgebern schwerfiel, den Hammer Aufschlag zu durchbrechen. Wie angekündigt nahm das Spielertrainerduo dabei einige Wechsel in der Stammformation vor, ohne dass der Spielfluss in den ersten beiden Sätzen darunter leiden musste. „Wenn wir überhaupt etwas bemängeln können, dann vielleicht, dass wir nach der 2:0-Führung verkannt haben, dass Dortmund deutlich aggressiver aufgeschlagen hat und über die hieraus resultierenden Punkte auch im Angriff selbstbewusster wurde“, begründen die beiden den Verlust des dritten Spielabschnitts. Da man auf Hammer Seiten aber inzwischen gelernt hat, mit solchen Situationen umzugehen, fanden die beiden schnell die entsprechenden Stellschrauben, um den HSC wieder auf Kurs zu bringen und die wichtigen drei Punkte einzufahren. Somit kann der heimische Verbandsligist nicht nur am kommenden für ihn spielfreien Wochenende entspannt das Spitzenspiel beobachten, sondern auch die dreiwöchige Wettkampfunterbrechung nutzen, um sich optimal auf das Saisonfinale mit den letzten fünf entscheidenden Spielen vorzubereiten.

Für den HSC spielten: Barth, Bernady, Boelcke, Breuer, Da Costa Melo, Geißler, Gossen, Haverkamp, Pahlplatz, Ritter, Tröster

 

 

Vorbericht:
Volleyball-Verbandsliga: TSV Eintracht Dortmund – Hammer SportClub 2008

HAMM –  Wie unglaublich beflügelnd unerwartet starke Leistungen selbst bei routinierten Leistungssportlern wirken können, dürfen derzeit die Volleyball-Männer des Hammer SportClubs in der Woche nach ihrem Husarenstreich gegen den zuvor ungeschlagenen Tabellenführer aus Solingen erfahren. Vor allem die Deutlichkeit, mit dem der HSC die Gäste aus dem Bergischen in die Schranken gewiesen hatte, sorgt beim derzeitigen Tabellendritten für eine durchaus euphorische Stimmung. „Natürlich ist dieser Erfolg ein wichtiger Beweis für die Leistungsfähigkeit des Kaders und bietet dem Team nunmehr die Möglichkeit, vielleicht doch noch einmal ein Wörtchen um die Aufstiegsrelegation mitzureden“, freut sich auch HSC-Abteilungsleiter Volker Pfadenhauer darüber, dass die Männermannschaft die von einigen sportlichen Dämpfern gekennzeichnete schwächere Phase in der Vorweihnachtszeit überwunden hat.

In der Tat hatte wohl kaum noch jemand damit gerechnet, noch einmal ins Rennen um die Oberliga-Plätze eingreifen zu können, nachdem man nach der Niederlage gegen den Tabellenzweiten auch gegen die Teams aus Bocholt und Horst vier Punkte liegen lassen hatte. „Uns ist schon klar, dass selbst wenn wir die restlichen sieben Spiele gewinnen sollten, noch auf die Schützenhilfe von Solingen angewiesen sind, um Holsterhausen noch abzufangen“, weiß Spielertrainer Jan Bernardy genau, dass er mit seiner Mannschaft einen langen Atem haben müsste, um sich gleich im ersten HSC-Jahr den Wiederaufstieg sichern zu können.

Ein erster Schritt kann dabei bereits am Sonntag um 16:00 Uhr erfolgen, wenn der HSC beim Tabellenfünften TSC Eintracht Dortmund zur Aufholjagd antritt, wobei angesichts der schwankenden Ergebnisse der Ruhrgebietsstädter durchaus Grund zur Vorsicht gegeben ist. „Es wäre wirklich ärgerlich, wenn wir uns unserer Chancen berauben würden und Punkte in Dortmund liegen lassen“, gibt Zuspieler Carsten Pahlplatz mahnend die Marschrichtung für das kommende Spiel vor. Dabei baut er darauf, dass niemand das Spiel gegen die Eintracht auf die leichte Schulter nimmt, zumal die Punktverluste der Vergangenheit nicht nur aus den damals zu verzeichneten verletzungsbedingten Ausfällen zustande kamen, sondern eben auch, weil der HSC nicht sein komplettes Leistungspotential ausschöpfen konnte. „Wir hatten das Problem erkannt und massiv daran gearbeitet. Und nachdem wir jetzt merken, was wir erreichen können, wenn wir Vollgas geben, mache ich mir um die Motivation keinerlei Gedanken“, ist er sich dennoch sicher, dass alle darauf brennen werden, den Siegeszug auch im Schatten des Signal-Iduna-Parks fortzusetzen. Das Vorhaben wird indes vor allem dann gelingen, wenn die Annahme des HSC genauso stabil wie gegen den Spitzenreiter agiert und das Zuspiel somit äußerst variabel agieren kann. So lag eigene Stärke im Topduell vor allem darin, dass Carsten Pahlplatz die Last im Angriff gut verteilen konnte, während Solingen fast ausschließlich über seinen Hauptangreifer zum Erfolg kommen wollte. Die heimischen Volleyballer blieben somit bis zum Schluss schwer auszurechnen, was auch die Aufgabe in Dortmund enorm erleichtern würde. In diesem Fall werden sich natürlich unter Umständen auch die Möglichkeiten ergeben, einige taktische Wechsel vorzunehmen und den Ergänzungsspielern somit weitere Spielpraxis zu ermöglichen.

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