Handball

Keine Chance auf einen Sieg

Hammer SportClub – TV Werne  18:32 (6:13)
Handball Landesliga Damen

Exakt 4:15 Minuten waren gespielt, als die elfmal für den HSC erfolgreiche Lana Künsken mit ihrem Treffer aus der Distanz zum 3:2 den Gastgeber zum letzten Mal in Führung warf. Extrem magere sechs Treffer (6:13) wurden daraus bis zum Halbzeitpfiff. Linkshänderin Caro Ringkamp, die nach eineinhalbjähriger Pause “aus dem Stand” ausgeholfen hatte, und Kirsten Gerling hatten neben Künsken getroffen.

Für eine erfolgreiche Aufholjagd fehlten den Gastgebern schon jetzt der notwendige Torkontakt, aber vor allem Spielerinnen. Aus der vergeblich erhofften Rückkehr von mindestens einer Spielerin aus dem zuletzt fehlenden Sextett wurde eine zusätzliche Suche nach Ersatz für Topscorerin Inga Böttcher im rechten Rückraum, die im letzten Spiel mit einer Schulterverletzung ausgeschieden war. Und auch aus dem angedachten Plan B für die Abwehr wurde nichts, da mit Maike Aderholz, Maike Krampe und Tabea Fandree gleich drei Akteure ausfielen.

Eine personell so gebeutelte “Sieben” – eine komplette Landesliga Mannschaft – zu ersetzen, ist selbst bei einem zu Saisonbeginn noch breiten Kader eher ein Glücksspiel. Und darauf hatte sich natürlich auch der Nachbar aus Werne eingestellt. Spätestens nach dem deprimierenden Zwischenständen (10:22 in 45. Min.) oder 14:29 zehn Minuten vor der Schlusssirene war das Derby für den HSC gelaufen. Zumal Werne mit ihrer starken Torhütern Nadine Truppat dem Gastgeber keine Chance gab. Carina Neumann (2), Lisa Wothe oder Daniela Steimann setzten noch gelegentliche Nadelstiche, aber ohne Einfluss auf die Punkteverteilung.

HSC-Coach Yogi Nickolay konnte sich nach dem Schlusspfiff angesichts der personellen Situation allenfalls über eine Randerscheinung freuen: Am kommenden Wochenende(Karneval) ist kein Spieltag in der Meisterschaft.

Thun/Schauer – Ringkamp (1), Neumann (2), Lena Böttcher (1), Rother, Künsken (11/7), Wothe (1), Gerling (1), Steimann (1)

 

Vorbericht:

Die gastgebende Wasserturm-Sieben erwartet am Sonntag um 18:00 Uhr in der Franz-Voß-Sporthalle die Handballerinnen aus der Nachbarstadt zum Regionalderby. Eigentlich schon genug Anreiz für eine spannende Partie.

Aber eine etwas tiefer gehende Analyse über das aktuelle Ranking beider Clubs lässt neben dem Nachbarschaftscharakter noch viel mehr Spannung für die Tribüne erwarten. Die Platzierung “Vierter vs.Zehnter” lässt zunächst ein Derby mit überschaubarem Engagement vermuten. Aber diesmal wohl eher nicht. Die Südener Akteure müssen aus Verletzungsgründen wie schon seit Wochen bis an die Schmerzgrenze gehen. So fehlen aus dem souverän gewonnenen Hinspiel (36:24) diesmal gleich fünf Spielerinnen. Zuletzt musste man in Oespel-Kley nach einer Schulterverletzung von Inga Böttcher und dem damit verbundenen Ausscheiden fast eine Halbzeit lang ohne jede Wechselmöglichkeit (Ausnahme Torwart) auskommen.Trotz der schon lange andauernden personellen Misere besetzen die Bergerinnen z.Zt. den respektablen vierten Platz.

Anders sieht es bei den Gästen aus, die trotz des breiten Kaders noch einmal personell teilweise mit Spielerinnen aus höheren Klassen nachgerüstet haben. Das Abstiegsgespenst haben sie noch nicht endgültig vertrieben, zumal noch nicht definitiv feststeht, wieviele Clubs die Liga nach unten verlassen müssen. HSC-Coach Yogi Nickolay hat diese Sorge nicht: Wer aus dem 15er Kader nicht verletzt ist, spielt.

 

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