Volleyball

Volleyball-Männer nach Spitzenspiel auf Rang 2

Volleyball-Männer nach Spitzenspiel auf Rang 2

Volleyball-Verbandsliga:
Hammer SportClub 2008 – TVG Holsterhausen: 3:0

Souveränes 3:0 ebnet Weg zur Relegation

HAMM –  Mit einer beeindruckenden Vorstellung konnten die Verbandsliga-Volleyballer des Hammer SportClubs ihre fulminante Aufholjagd am Sonntagabend krönen und sich mit einem deutlichen 3:0-Sieg (25:19, 25:22, 25:16) gegen den Konkurrenten aus Holsterhausen durchsetzen. Dass der Jubel nach dem in der Deutlichkeit nicht unbedingt erwarteten Sieg nicht allzu euphorisch ausfiel, ist ganz sicher darin begründet, dass die Mannschaft somit nur ein zwischenzeitliches Etappenziel auf ihrem Weg zurück in die Oberliga erreicht hat.

Mit Ausnahme eines Eintrags in den Terminkalender, dass die Relegation am letzten April-Wochenende vorsieht, beschäftigte sich die Mannschaft gleich nach Spielschluss mit den bis dahin zu erledigen Aufgaben, wohlwissend, dass man bereits in der Hinrunde gegen die vermeintlich leichteren Gegner aus Horst und Bocholt erheblich Federn lassen musste. Genau dieser Focus auf die zwischenzeitlichen Mikroziele zeichnete den HSC auch in seiner Partie gegen den bisherigen Tabellenzweiten aus Holsterhausen aus.

Von Beginn an waren die Gastgeber in der Partie und zeigten deutlich auf, dass sie die Schmach aus der drastischen Niederlage des Hinspiels tilgen wollten. „Eigentlich war nach wenigen Bällen klar, dass wir im Schnellangriff und Mittelblock deutlich überlegen waren und wir uns im Zweifel auch bei hohen Angriffsbällen gut durchsetzen können“, beschreibt HSC-Spielertrainer Carsten Pahlplatz dennoch die insgeheime Befürchtung, dass das Spiel zugunsten der Gäste hätte laufen können. Diese zeichneten sich vor allem durch die in ihrer großen Erfahrung begründeten Leichtigkeit aus, mit der sie selbst krachenden HSC-Angriffen keine besondere Bedeutung zumaßen und einfach ihr Pensum herunter spielten. Wie gefährlich diese Entspanntheit für den HSC-Express hätte werden können, zeigte sich vor allem im zweiten Spielabschnitt, währenddessen sich einige Nachlässigkeiten in das Spiel einschlichen und der Ausgang bis in die Endphase hinein offenblieb.

So tat der heimische Verbandsligist gut daran, die Spannung weiter aufrecht zu halten und sich auch im dritten Satz nicht zu sicher zu fühlen. Somit blieb der HSC überlegen und konnte sich, als man den Druck auch im Aufschlag erhöhte, letztlich entscheidend absetzen und den Satz deutlich mit 25:16 für sich entscheiden.

Auch wenn durchaus noch nervenaufreibende Wochen bis zum Saisonende bevorstehen, haben die Verbandsliga-Männer mit dieser souveränen Vorstellung ein wichtiges Ausrufezeichen setzten können, das durchaus von der Hammer Volleyballszene entsprechend gewürdigt wird. So traf sich auf der gut besuchten Tribüne der Franz-Voss-Halle fast die gesamte Volleyballprominenz wieder, die sich bestimmt darauf freuen wird, zukünftig häufiger einen Anlass zu finden, gemeinsam ihren legitimen Nachfolgern zuzuschauen und ein wenig über vergangene Zeiten zu plaudern.

 

 

Vorbericht:
Volleyball-Verbandsliga:
Hammer SportClub 2008 – TVG Holsterhausen

Showdown am Sonntag in der Voss-Halle

HAMM –  Auch wenn viele Volleyballfreunde erwartet hatten, dass die Männer des Hammer SportClubs nach dem Vereinswechsel in ihrem ersten Jahr im HSC-Trikot durchaus ein Wörtchen um den Aufstieg in die Oberliga würden mitreden können, hätte die Inszenierung des Topspiels am Sonntagnachmittag um 17:00 Uhr in der Berger Franz-Voss-Halle nicht spannungsgeladener verlaufen können. Nur mit einem Sieg gegen den bisherigen Tabellenzweiten aus Holsterhausen kann der HSC seine fulminante Aufholjagd krönen und sich den nötigen Vorsprung sichern, um nach dem Ende der Rückrunde doch noch an den Qualifikationsspielen zur Oberliga teilzunehmen.

„Um die Motivationslage der Mannschaft müssen wir uns garantiert keine Sorgen machen. Jeder einzelne wird darauf brennen, die Schmach des Hinspiels endgültig zu tilgen und mit den drei Punkten an Essen vorbei zu ziehen“, hofft Volleyballabteilungsleiter Volker Pfadenhauer darauf, dass die Siegesserie des Verbandsligisten fortgesetzt wird. Obwohl die beiden Sportbereiche ansonsten nicht viel gemeinsam haben, wünscht er dem Team, dass es sich ein Beispiel am goldenen Auftritt Eric Frenzels in Pyeongchang nehmen kann. „Einen Rückstand aufzuholen, Anschluss finden, die Kräfte gut einteilen um dann im entscheidenden Moment anzugreifen und vorbei zu ziehen – wohl niemand hätte etwas dagegen, wenn uns auch dieses Kunststück gelingen würde“, wünscht er der Mannschaft, dass sie in diesem entscheidenden Moment ebenso erfolgreich die Kräfte bündeln kann.

Dabei wird es in der heimischen Franz-Voss-Halle am Sonntag allerdings deutlich hitziger zugehen als im eiseskalten Südkorea, da einfach es einfach für beide Mannschaften um alles gehen wird. „Es macht überhaupt keinen Sinn, die bisherigen Spielergebnisse beider Teams miteinander zu vergleichen um einen Favoriten für die Partie zu bestimmen“, weiß HSC-Spielertrainer Carsten Pahlplatz, dass beiden Mannschaften bewusst ist, dass die vorherigen Ergebnisse keine Rolle spielen werden und der Verlierer immer auf Schützenhilfe angewiesen sein wird, um den Punktverlust wieder auszugleichen. Wenn überhaupt kann Holsterhausen den kleinen Vorteil für sich verbuchen, selbst im Falle einer knappen 2:3-Niederlage aufgrund des besseren Satzverhältnisses vor dem Hammer SportClub zu bleiben. Das Kunststück wird somit für die Gastgeber darin bestehen, entsprechend energisch zu Werke zu gehen, ohne dabei den Kopf zu verlieren und zu überdrehen. „Auch wenn Essen in den letzten Spielen nur zweimal knapp gewonnen hat, werden sie sich ihrer Lage durchaus bewusst sein und in den entscheidenden Momenten eben auch ein großes Maß an Erfahrung in die Waagschale werfen können“, fordert Sascha Henning, der das Coaching während der Partie übernehmen wird, von seinem Team, um jeden einzelnen Punkt zu kämpfen. Dabei wird der HSC in seiner stärksten Besetzung beginnen können.

Im Gegensatz zum Hinspiel, bei dem der HSC stark ersatzgeschwächt chancenlos blieb, kann sich in dem Spitzenspiel auch das heimische Publikum als Zünglein an der Waage erweisen. „Es wäre toll, wenn die Halle richtig voll wird und wir somit die passende Kulisse hinter uns haben“, lädt das Trainergespann die Hammer Volleyballfreunde ein, sich das Topspiel nicht entgehen zu lassen. Dennoch werden die Gastgeber auf einem Hallendrittel spielen, da die Mannschaft unter Woche eben auch genau mit diesen räumlichen Voraussetzungen auskommen muss. Ein Wechsel auf das Großfeld würde den Heimvorteil etwas mindern zumal auch die Fans deutlich weiter vom Spielgeschehen entfernt sein würden. Man darf somit gespannt sein, ob der Funke der Begeisterung erneut überspringt und Mannschaft und Fans den nächsten wichtigen Schritt gemeinsam feiern können.

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