Volleyball

Damen im Rausch, Herren mit Minimalaufwand

HSC-Damen wie im Rausch

Hammer SportClub – SV Lüttringen 3:0 (25:14, 25:16, 25:17)
Volleyball Bezirksliga Damen

Fast schon dramatisch schade ist es, dass die Hammer Volleyballfreunde nie erfahren hätten, wieviel stärker der Jubel nach dem unerwartet deutlichen 3:0- (25:14, 25:16, 25:17)-Sieg des Bezirksligisten ausgefallen wäre, wenn man nicht zuvor gestrauchelt wäre und somit wohl die Meisterschaft verspielt hätte. Dennoch war es wichtig, dass die Volleyballerinnen des Hammer SportClubs vor vollbesetzter Tribüne der heimischen Franz-Voß-Halle noch einmal ein Zeichen setzen konnten und eindrucksvoll unter Beweis stellten, dass sie deutlich mehr können, als die beiden schmerzhaften 0:3-Niederlagen vermuten ließen.

Doch auch gegen den ebenfalls noch mit Meisterschaftsambitionen angereisten SV Lüttringen schien es anfangs nicht gut zulaufen. Leichte nervöse Fehler sorgten dafür, dass die Gegner schnell mit 8:2 davonzog. Anders als in den Vorwochen stabilisierte sich das Hammer Spiel dann schnell, so dass der Ausgleich zur Satzmitte erreicht war. Offensichtlich beflügelte die lautstarke heimische Kulisse derart, dass Lüttringen in der folgenden halben Stunde keinen Fuß mehr an die Erde bekommen sollte. Der HSC zog davon, weil alle Mannschaftsteile äußerst erfolgreich agierten und man den deutlichen Satzgewinnen in Satz eins und zwei auch im dritten Spielabschnitt ein wahres Feuerwerk folgen ließ. Für einen Bruch und somit immerhin für ein unerwartetes Spannungsmoment sorgte dann eine schwerwiegende Verletzung beim Gegner, deren Behandlung mit einer zehnminütigen Unterbrechung verbunden war. Offensichtlich hatte der HSC mehr als der Gegner mit den Auswirkungen zu kämpfen, schmolz der 15:4-Vorsprung innerhalb weniger Minuten, so dass das Spiel noch fast zu kippen drohte, ehe die Gastgeberinnen wieder in die Spur fanden, um vielumjubelt den Matchball zu verwandeln. Somit befindet sich die Mannschaft jetzt in der unglückseligen Lage, am spielfreien letzten Spieltag mitansehen zu müssen, ob Lüttringen das kleine Wunder vollbringen wird, den TuS Nuttlar zu schlagen. Somit würde man den HSC in Abwesenheit doch noch zum Meister zu machen, obwohl diesem der zweite Platz schon nicht mehr zu nehmen ist und Lüttringen auch im Falle eines Sieges Dritter bleiben wird.

Für den HSC spielten: Berges, Brodowski, Drees, Hartfiel, Hesse, Jakob, Klose, Meyer, Redecker, Schellok, Schmidt, Weber, Wüste

 

HSC-Verbandsliga-Volleyballer mit Minimalaufwand gegen Marl

SG Volleys Marl – Hammer SportClub  1:3 (19:25, 17:25, 25:21, 18:25) 
Volleyball Verbandsliga Herren 

Nicht wirklich viel über den Spielverlauf reden wollten die Verbandsliga-Männer des Hammer SportClub, als Sie am späten Samstagabend beim kleinen improvisierten Saisonabschluss der eigenen Damenmannschaft eintrafen. Dabei lässt allein der Umstand, dass man beim 3:1-(25:19, 25:17, 21:25, 25:18) Sieg gegen die Volleys aus Marl zum ersten Mal seit sieben Spielen einen Satz abgegeben hatte, darauf schließen, dass es durchaus schon stärkere Hammer Auftritte gegeben hatte. Selbst der Umstand, dass mit Carsten Pahlplatz und dem verletzen Daniel Gerner erneut beide Zuspieler nicht zur Verfügung standen, mag angesichts der deutlich stärkeren Vorstellung in der Vorwoche nur bedingt erklären, warum Marl immerhin einen Satz gegen den Spitzenreiter gewinnen konnte.

Wie gegen Meinerzhagen hatte Tim Gossen als gelernter Angreifer das Zuspiel übernommen und abermals dafür gesorgt, dass der Hammer Angriff passable Möglichkeiten bekam,  sich gegen den Tabellenletzten durchzusetzen. „Natürlich spielt Tim nicht den spektakulären Ball, mit dem wir sonst unsere Gegner vor erhebliche Aufgaben stellen, aber auch Samstag konnte man mit seiner Leistung als Angreifer gut leben“, verneint Spielertrainer Jan Bernardy die Frage, ob der eher müde Auftritt seines Teams mit dem Interimszuspieler zusammenhängen könnte. Vielmehr schien man nach der langen Siegesserie nicht ganz aus den Köpfen bekommen zu haben, dass es vor dem Topspiel in 14 Tagen nur gegen das abgeschlagene Tabellenschlusslicht aus Marl ging. Tatsächlich hatte die Mannschaft zumindest in den ersten beiden Sätzen keinerlei Probleme, sich gegen die offensichtlich an diesem Spieltag mit Bestbesetzung angetretenen Marler Volleys durchzusetzen. „Wir waren vor allem im Angriff deutlich stärker und hatten zunächst auch keine Probleme, den Ausfall unseres Liberos zu kompensieren“, sah Jan Bernardy sein Team in den ersten beiden Sätzen einfach überlegen, ohne dabei allerdings überragend zu spielen. Wahrscheinlich hätte sich Marl in jedem anderen Spiel einfach seinem Schicksal ergeben. Offensichtlich wollte man gerade gegen den Spitzenreiter noch einmal zeigen, dass man deutlich mehr kann, als es die magere Punkteausbeute vermuten lässt.

So nutzten die Gastgeber die nachlassende Anspannung auf Hammer Seiten, um den Favoriten doch noch ins Hintertreffen zu bringen und dafür zu sorgen, dass der HSC nicht den 26. Satzgewinn in Folge feiern konnte. Dieser zeigte sich allerdings vom Ende der Serie völlig unbeeindruckt und sorgte mit dem 25:18 im vierten Spielabschnitt dafür, dass zumindest die Siegesserie weiter Bestand hat und man somit spätestens am 23. März vor heimischer Kulisse die Meisterschaft einfahren kann. Dabei hofft man natürlich fast ein klein wenig darauf, dass Dresselndorf das Nachholspiel gegen Dortmund ohne Punktverlust gewinnt, da man ansonsten bereits vor dem nächsten eigenen Spiel Meister würde. „Wir wünschen uns wirklich noch einmal ein packendes Spiel und hätten von daher nichts dagegen, wenn wir in der Voss-Halle gemeinsam mit unseren Fans feiern können“, schließt Bernardy nicht aus, dass sein Team am kommenden Samstag den Meisterschaftskonkurrenten die Daumen drückt.

Für den HSC spielten: Breuer, Bernardy, Gossen, Haverkamp, Henning, Meyer, Rentzsch, Ritter

 

Bigge-Olsberg einfach zu stark für HSC-Reserve

TSV Bigge-Olsberg – Hammer SportClub 3:0 (25:9, 25:19, 25:13)
Volleyball Bezirksliga Herren

Wie befürchtet musste die ersatzgeschwächte Verbandsliga-Reserve des Hammer SportClub eine deutlich 3:0 (25:9, 25:19, 25:13)-Niederlage beim aktuellen Tabellenvierten hinnehmen. Etwaige Hoffnungen, dass die Gastgeber angesichts der Tatsache, nicht mehr in den Aufstiegskampf eingreifen zu können, nicht mehr ganz so ambitioniert zu Werke gehen würden, sollten sich leider nicht erfüllen. Die Sauerländer erwiesen sich gegen das von vielen personellen Umstellungen geplagte HSC-Team in allen Belangen überlegen. „Wir haben heute leider viel dazu lernen müssen, aber zumindest im zweiten Satz gut dagegen gehalten“, verriet ein schelmisch grinsender Marcos da Costa Molo auf Hammer Seiten, dass man in Satz eins und drei einfach keine Chance hatte. Umso mehr freut es den HSC-Senior, dass die Mannschaft trotzdem nicht aufsteckte und bis zum letzten Ballwechsel kämpfte, wohlwissend, dass die Partie nicht zu gewinnen war.

Für den HSC spielten: Da Costa Molo, Gora, Kortmann, Lindemann, Nguyen, Rosenstein, Tola

 

Vorberichte:

Statt Endspiel nur Verfolgerduell

Hammer SportClub – SV Lüttringen
Volleyball Bezirksliga Damen

Natürlich können sich die Volleyball-Damen des Hammer SportClub nicht davon freisprechen, dass sie insgeheim spätestens nach dem unerwarteten Sieg gegen den Meisterschaftsfavoriten Lüttringen zum Jahresende davon geträumt hatten, dass das Rückspiel am Samstag um 15:00 Uhr in der heimischen Franz-Voß-Halle zu einem Endspiel um die Meisterschaft würde. Leider sorgten die beiden Niederlagen gegen Werl und Nuttlar dafür, dass es am Samstag wahrscheinlich nicht um den Titel sondern allenfalls um Platz zwei gehen wird. Wenn eine Bestätigung des Hinspielsieges mit maximal einem Satzgewinn für Lüttringen gelänge, wäre man sicher Zweiter und könnte bei einer Niederlage Nuttars am letzten Spieltag eben gegen Lüttringen sogar noch Meister werden. Wie eng die Konstellation ist, zeigt der Umstand, dass die Gäste des HSC mit zwei Siegen in Folge selbst noch Meister werden können und dementsprechend motiviert in Hamm auflaufen werden. „Wir haben nach den beiden Niederlagen genug damit zu tun, den Kopf wieder für das Spiel frei zu bekommen“, wünscht sich HSC-Coach Pfadenhauer für das letzte reguläre Spiel, dass sein Team keine Energie für etwaige Rechenübungen verschwendet, sondern befreit den Kampf mit dem Kontrahenten aufnimmt. „Wahrscheinlich kommt es uns sogar entgegen, dass Lüttringen aus eigener Kraft Meister werden könnte und somit leicht favorisiert ins Rennen geht“, ist es der HSC-Coach froh, dass sein Team anders in den letzten beiden Spielen deutlich weniger Druck verspüren sollte.

 

 

Auch ohne Zuspieler selbstbewusst – Verbandsliga-Volleyballer ohne Angst gegen Marl

SG Volleys Marl – Hammer SportClub
Volleyball Verbandsliga Herren

Ein klein wenig muten die Gedankenspiele vor der Partie des Spitzenreiters beim abgeschlagenen Tabellenletzten schon wie ein Spiel mit dem Feuer an: Irgendwie kann man nicht verhindern, dass man gleichzeitig darüber nachdenkt, ob es denn wünschenswert ist, dass der einzig verbleibende Konkurrent um den Meistertitel denn in den nächsten sieben Tagen Punkte in seinen Spielen gegen den Dritten und Vierten der Liga abgibt und so das Meisterschaftsrennen in Abwesenheit des Tabellenführers entschieden wird. Verboten sind solche Überlegungen eigentlich schon deshalb, weil der HSC zuvor seine Partie bei den Volleys aus Marl gewinnen muss, was angesichts der schwachen Bilanz der Gastgeber vermeintlich leicht scheint.

Gerade einmal ein Spiel haben die Kontrahenten im bisherigen Saisonverlauf gewinnen können, so dass der Abstieg nicht mehr zu verhindern sein wird. Doch es waren immer wieder Personalprobleme, die den Nachfolgeclub des legendären VC Marl in Schwierigkeiten brachten, so eben auch in der Vorwoche, als man gegen die Konkurrenz aus Dresselndorf erst gar kein spielfähiges Team zusammen brachte und den Spieltag absagen musste. „Bisher ist uns nicht bekannt, ob Marl an diesem Wochenende antreten wird“, erklärt Jan Bernardy vom heimischen SportClub, dass er zunächst mal davon ausgeht, dass die Begegnung am Samstag um 17:30 Uhr angepfiffen wird. „Wer weiß, ob man da nicht ausgerechnet doch alle Aktiven an Bord hat und sich gegen uns mit einem Ausrufezeichen aus der Liga verabschieden will“, möchte er die Partie keinesfalls schon im Vorfeld als gewonnen abhaken.

Dabei spielt es keine Rolle, dass der HSC insgesamt 11-mal ungeschlagen blieb und zuletzt 26 Sätze in Folge ohne gegnerischen Satzgewinn für sich verbuchen konnte. Auch gegen Marl bedarf es einer konzentrierten Vorstellung, um diese Serie bis zum Spitzenspiel in 14 Tagen auszubauen. Zusätzliche Spannung kommt auf, weil nach der Verletzung von Daniel Gerner im Vorfeld des letzten Spiels und der Verhinderung von Carsten Pahlplatz erneut kein gelernter Zuspieler zur Verfügung steht und erneut Tim Gossen auf dieser Position agieren wird. „Tim hat das bereits in der letzten Woche völlig unvorbereitet hervorragend gelöst, so dass wir uns nicht wirklich Sorgen machen müssen“, hofft Bernardy in Abwesenheit seiner etatmäßigen Kreativspieler darauf, dass der gelernte Außenangreifer auch gegen Marl das passende Händchen haben wird. Wie gegen die Sauerländer wird es darauf ankommen, dass man selbst aggressiv aufschlägt und im Angriff im Zweifel auch einmal Bälle gegen einen gut postierten Block durchbringt, wie es in im Falle eines Aufstiegs in der Oberliga ohnehin gefragt sein wird.

Somit steht für den heimischen Verbandsligisten fest, dass man in jedem Fall siegreich aus Marl zurückkehren möchte um sich dann entspannt zu Hause die Ergebnisse der Konkurrenz aus dem Siegerland übermitteln zu lassen.

 

HSC-Reserve vor großer Aufgabe

TSV Bigge-Olsberg – Hammer SportClub
Volleyball Bezirksliga Herren

Vor dem letztem Auswärtsspiel der Saison am Samstag um 15:00 Uhr beim TSV Bigge-Olsberg zeichnen sich auf der Stirn von Spielertrainer Jan Gonsirowski doch einige Sorgenfalten ab. Obwohl die Gastgeber als Tabellenvierter nicht mehr in das Rennen um die Aufstiegsplätze eingreifen können, werden die Sauerländer garantiert in heimischer Halle noch einmal Vollgas geben wollen. „Vor solchen Spielen versucht man im Regelfall noch einmal einen besonderen Akzent zu setzten“, befürchtet Gonsirowski, dass es nicht bei einem lockeren Saisonausklang kommen wird. Der HSC selbst wird ersatzgeschwächt antreten, kann aber mit Marcos da Costa Molo zumindest einen erfahren Spieler aufbieten, der dem jungen Gefüge zusätzlichen Halt geben wird.

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